Deutsch issues

(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

Kann ich euch über eine hingebungsvolle, eine sehr hingebungvollen Freundschaft erzählen?

Früher hatten wir in Nandafalva-viele von euch waren schon mal dort-ein kleines Zimmer im Tempel; das war das einzige Zimmer, das wir zum Schlafen nutzen konnten. Also war es tagsüber ein Ort für Gottesdienste und am Abend-zum schlafen. Jetzt erzähle ich euch noch eine Geschichte. Wir schliefen sehr nah beieinander, wie Sardinen: Der erste Platz war für Janardan Prabhu, zweiter war Krishnananda und alle anderen reihten sich als Nächstes ein. Eine Nacht wachte ich auf und was sehe ich? Die Tulasi-Pflanzen standen genau richtig auf einem schönen stabilen kleinen Tisch unter dem Fenster. Und ich sah, wie der Jüngste von uns mitten in der Nacht auf diesen kleinen Tisch trat und versuchte das Fenster zu öffnen. Er befand sich in einer traumwandlerischen Trance. Er wollte das Fenster öffnen, um nach draußen zu gehen. Ich sagte zu ihm: „Hey Prabhu! Nicht da, geh zurück in dein Schlafsack.” Und er ging zurück in den Schlafsack. Stellt euch vor, der Ashram wäre im zehnten Stock!

Aber was wollte ich euch über die hingebungvollen Freundschaft erzählen; einer unserer bhakta hatte wahrscheinlich einen bösen Traum gehabt, einen Albtraum. Er wachte plötzlich mitten in der Nacht auf und ich habe wieder nicht geschlafen, also was sehe ich? Er sprang mit einem Schrei auf und ergriff sofort die Hand seines Freundes seines Bruders-bhakta, während es seinen Namen rief. Dann wurde mir klar, dass ihre Freundschaft echt war. Für mich ist das der Maßstab hingebungsvoller Freundschaft. Wenn man von einem Albtraum  aufwacht, sofort die Hand seines Bruders ergreift und seinen Namen ruft. Nicht den Namen Gotes, nicht deinen eigenen Namen, nicht den Namen des Albtraums, sondern den Namen deines Freundes. Ich denke das können wir als eine echte, wahre Verbindung annehmen. Es ist wie ein natürlicher Strom, dein erster Gedanke.

(Fortsetzung folgt)



(Szvámí Tírtha, 2018. 01.05-ei szófiai reggeli tanításából)

(az előző pénteki tanítás folytatása)

Rendben, azt értjük, hogy az emberek között létezik baráti viszony, mely néha előnyökkel, máskor hátrányokkal is járhat, de létezik. De, mi a helyzet az Istenhez fűződő lelki kapcsolatok tekintetében a barátsággal? Nos, ez a mai témánk. Mint, ahogy említettük, egy igazi barát mindent szeret bennetek, és ti is mindent szerettek őbenne. “Ó, ez a sárga ruhád nagyon gyönyörű, én is szeretnék egy ilyet!” Tehát ez az osztozás: “Bármid is van, én is szeretnék abból egyet magamnak, és nagyon szívesen  odaadom neked, amim van.”

Egyszer Gurudév egyik hittestvére, aki szintén szannjászí volt adományt adott a számára. Mire Gurudév azt mondta: „Nem, hogyan is fogadhatnék el adományt egy lemondott embertől?! Nem, nem fogadhatom el tőled!” Ekkor ez a szannjászí barátja azt mondta neki: „Nem, el kell fogadnod, mert tudom, hogy nálad nagyon jó helyen lesz. Mégha fagylaltot veszel is belőle, akkor is jobb helye lesz nálad, mint nálam.” Látjátok milyen bensőségesen baráti itt a viszony! Nem hivatalos, hanem baráti. Ami az enyém, az a tiéd is. Amíg nekem jut egy csapáti, addig neked is fog jutni. Nagyon szép gesztus!

Hasonló kijelentéseket olvashatunk a Vrindávan határain kívül megnyilvánuló baráti szeretetről is. Amikor Pándu fiai, akiket Judhisthir Mahárádzs vezetett, meglátták Krisnát négykarú formájában a kuruksétrai csatatéren, amint négy kezében kagylókürtöt, korongot, buzogányt és lótuszvirágot tartott, teljesen megfeledkeztek magukról, s a nektári boldogság óceánjába merültek. Ez megmutatja, hogy Pándu fiait, Judhisthir királyt, Bhímát, Ardzsunát, Nakulát és Szahadévát a baráti szeretet köteléke fűzte Krisnához.”[1]

Itt tehát azt látjuk, amint Krisna lángra lobbantja az odaadó baráti érzelmeket.

Néha a különféle nevek, formák, eszközök és transzcendentális tulajdonságok váltják ki a baráti szeretetet. Például Krisna szép ruhája, erős teste, a testén lévő végtelenül áldásos jelek, az, hogy sok nyelven beszél, bölcs tanításai, melyeket a Bhagavad-gítában adott át, nem mindennapi zsenialitása minden területen, ami törekvést igényel, nagy tudásának megnyilvánítása, kegye, lovagiassága, viselkedése mint szerelmes, értelme, megbocsátó természete, az, hogy minden ember számára vonzó, valamint gazdagsága és boldogsága mind baráti szeretetet ébresztenek.”

Tehát Krisna számtalan dologgal képes elvarázsolni bennünket, és bárhol fedezzük is fel egy igazi lelki barátság tüneteit, teljesen rabul ejt bennünket, azért mert ez valami nagyon igaz dolog.

(folytatása következik)

1. Az odaadás nektárja, 41. fejezet



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2018 am Vormittag, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

In Ordnung, wir verstehen, dass es Freundschaft als eine Beziehung zwischen Menschen gibt. Manchmal mit einigen Vorteilen, manchmal mit einigen Nachteilen, aber es ist da. Aber was ist mit dem Göttlichen Beziehungen, was ist mit den spirituellen Beziehungen als Freundschaft? Das ist nun unser Thema.Es wurde erwähnt, dass ein echter Freund alles mag, was du hast, er mag alles an dir. Und ihr alles an ihm. „Ein gelbes Kleidungsstück, so ein schönes Kleidungsstück. Ich möchte auch so eins haben!” Also teilen wir: „Was auch immer du hast, ich möchte es auch besitzen und ich möchte es auf jeden Fall auch dir alles geben was auch immer ich habe.“

Einmal gab ein Patenbruder von Gurudev ihm eine Spende. Er war auch ein Sanyasi, wie Gurudev. Und Gurudev sagte: „Nein, wie kann ich eine Spende von einer entsagenden Person annehmen?!“ Ich kann keine Spende von dir annehmen.“ Und dann sagte sein Freund: „Nein, nein, du musst es akzeptieren, weil ich weiß, dass es einen sehr guten Platz in deiner Tasche hat. Auch wenn du damit Eis kaufst, bei dir ist es viel besser als bei mir aufgehoben.“ Seht ihr, so ein freundlicher Austausch! Nicht offiziell, aber freundlich. Was auch immer ich habe, das wirst du auch haben. Solange ich einen Chapati habe, wirst du auch einen haben Chapati. Sehr schön!

„Es gibt ähnliche Erklärungen brüderlicher Liebe, die außerhalb der Grenzen von Vrindavana geäußert werden. Als die Söhne des Pandu, angeführt von Maharaja Yudhishthira, Krishna in seiner Vierhändigen Gestalt auf dem Schlachtfeld von Kurukshetra sahen, mit Muschelschale, Scheibe, Keule und Lotusblume, vergaßen sie sich völlig und verschmolzen mit dem Ozean aus  Glücksnektar. Dies zeigt, wie die Söhne von Pandu – König Yudhishthira, Bhima, Arjuna, Nakula und Sahadeva –alle in brüderlicher Liebe zu Krishna gefangen waren.“ [1]

Hier sehen wir also, wie Krishna das Feuer von Gefühlen der hingebungsvollen Freundschaft entzündet.

„Manchmal die unterschiedlichen Namen, Formen, Utensilien und transzendentalen Qualitäten provozieren freundschaftliche Liebe. Zum Beispiel Krishnas wunderschöne Kleidung, Sein gesunder und starker Körper, die glückverheißenden Zeichen auf seinem Körper, die verschiedenen Sprachen, die er kennt, seine außergewöhnlichen Lehren in der Bhagavad Gita, seine außergewöhnlichen Genie auf allen Gebieten, sein Wissen und seine Erfahrung, seine Barmherzigkeit, sein Adel, Sein Verhalten als Geliebter, Seine Intelligenz, Seine Nachsichtigkeit, dass er alle Menschen anzieht, sein Reichtum und sein Glück – alle provozieren freundschaftliche Liebe.“

Vieles lädt uns also dazu ein, uns von diesem Krishna verzaubern zu lassen. Und wo immer ihr die Symptome oder Zeichen einer echten spirituellen Freundschaft erkennt, seit ihr bereit sie anzubeten und zu bewundern. Denn das ist etwas Reales.

Fortsetzung folgt

1.Nektar der Hingabe, Kapitel 41

 



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

Wisst ihr, ein guter Freund, ein echter Freund ist euer zweites Ich. Aber wie findet man das im Spirituellen Leben? Ein zweites Selbst zu haben, wie nennt man das in der Psychologie? Alter Ego, Schizophrenie? Es hat verschiedene Namen, aber das ist wie ein Bruch, wie ein Fischer in unserem Verstand, in unserer Identität. Ist das dein Freund!? Normalerweise ist eine solche zweite Identität euer Feind. Und das große Problem kommt, wenn euer schwächeres Ego und euer falsches Ego  miteinander kämpfen. Wo ist dann eure wahre Identität?

Aber wie kann man überhaupt diesen echten Freund finden? Wer ist euer zweites Ich? Zuerst müsst ihr euch selbst finden. Und wenn man sich selbst kennt, kann man auch den anderen auf einer spirituellen Basis erkennen.

Und ein schlechter Freund ist wie ein Schatten – er folgt euch immer, solange der  Sonnenschein über euch strahlt . Wenn es keinen Sonnenschein gibt, wird er euch nicht folgen. Braucht man solche Freunde? Besser wir haben echte Freunde, die unser zweites Ich sind.

Freundschaft bedeutet auch das Teilen von Besitztümern, Prinzipien und Idealen. Oh, was für eine Qualität von Verständnis der Freundschaft! Es ist nicht so, dass wir zusammen trinken. Wir teilen die gleichen Prinzipien und wir teilen, was wir haben. So eine hohe Beziehung!

Freundschaft ist also wie eine Einstellung. Es ist kein Gefühl, denn Gefühle kommen und gehen; Es ist eine Vision: Ich habe eine freundliche Einstellung zum Leben. Was ist der Rat in der Gita: „Macht euren Verstand zum Freund, nicht zum  Feind.“ [1] Freundschaften aufzubauen ist also wie eine Übung. Und wenn dein Geist zu deinem zweiten Selbst wird, das bedeutet, dass er bereits dein Freund ist. Der Schlüssel hier ist Kontrolle; wenn du deinen Verstand unter Kontrolle hast, ist er ein guter Freund; sonst könnte er ein Feind sein.

Und ihr wisst, es tauchen immer wieder Sprichwörter zum Thema Freundschaft auf. Ich habe ein neues deutsches Sprichwort über die Ungarn gehört, das nicht sehr zur Gunst steht, aber es lohnt sich schon noch einmal darüber nachzudenken: „Wenn du einen ungarischen Freund hast, brauchst du keine Feinde.“ Als ich es zum ersten mal hörte, war ich ein wenig beleidigt. Brauchen wir eine solche Vision? Dreht es lieber anders herum, Umgekehrt gilt: Wer einen ungarischen Feind hat, braucht keine Freunde. Denn ein guter Feind ist ein Schatz. Mit einem schwachen Charakter kann man nicht wirklich eine Debatte oder einen wirklich erhabenen Kampf führen. Weil wenn die andere Person ein Ritter ist, seid ihr auch dazu gezwungen, ein Ritter zu sein und so zu handeln. Ihr könnt euch nicht als ein Attentäter verhalten. Ein guter Feind ist also sehr wertvoll. Deshalb mögen wir unseren Verstand so sehr, weil er ein guter Feind ist. Kommt immer mit neuen Ideen.

Baladev: Es gibt ein anderes Sprichwort: „Vor meinen Feinden werde ich mich selbst schützen, aber Gott, bitte, rette mich vor meinen Freunden!“

Swami Tirtha: Ja, richtig – egal, ob sie Ungarn sind oder nicht.

(Fortsetzung folgt)

1. Bhagavad Gita 6.5



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Auch heute beschäftigen wir uns weiterhin mit den unterschiedlichen Beziehungen zu Gott. In einem von den Werken von Bhaktivinoda Thakura … Seht ihr, unsere Acharyas sind bereit  literarische Wekre zu schreiben; nicht nur theoretische Abhandlungen, sondern auch Dinge, die euch beim lessen Spaß machen. Warum? Denn so erreicht euch die Nachricht leichter.

In diesem Werk gibt es also einen Ort, an dem die Anhänger zusammenkommen uns sich unterhalten.  Und es gibt eine Frage: „Könnt ihr mehr  über die verschiedenen Beziehungen zu Gott erzählen? “ Dann fällt der Sprecher fast in Ohnmacht. Er fängt an zittert und sagt: „Ja! Das ist die beste der besten Fragen!“ Also egal ob ihr  Zuhörer oder Redner seid: Wenn es um die Beziehung zu Gott geht, könnt ihr ein wenig zittern. Nun kommen wir also sozusagen zum nächsten Kapitel zur nächsten Phase im hingebungsvollen Dienst.

Hier in den kommenden Kapiteln beschreibt Rupa Goswami einige Details, einige Nuancen der Hingabe. Er spricht zum Beispiel über die verschiedenen Faktoren, die den Dienst für Krishna anregen und provozieren. Und, er spricht über die Trennung.  Nehmen wir eine Perle von ihm: „Wenn der Devotee vollständig in den Höchsten verliebt ist, kann er es aufgrund des Gefühls der Trennung von Gott folgende Symptome auftreten: Fieber, Abmagerung, Schlaflosigkeit, Lustlosigkeit, Lethargie, Übelkeit, Wahnsinn, Bewusstlosigkeit und manchmal Tod.” [1]

Krank, verrückt usw. auszusehen. – das sind die höchsten Zeichen in der Ekstase der Hingabe, wenn man das Gefühl hat, in der Trennung zu sterben. Er redet weiter über die Trennung und spricht dann über das Treffen. Aber wir werden dieses Kapitel jetzt nicht durchgehen, weil ihr werdet zu stark zittern. Wir kommen gleich zu  “Die Hingabe durch Freundschaft”, zur Freundschaft als eine Möglichkeit der spirituellen Beziehung.

„Wenn der Devotee dauerhaft im hingebungsvollen Dienst verankert ist und durch die verschiedenen   Zeichen der Ekstase  im Umgang mit dem Allerhöchsten einen reifen Sinn für Brüderlichkeit entwickelt hat, seine Gefühle bezeichnet man als  Freundesliebe gegenüber Gott. Inspiration für diese  Form von Liebe, ist Gott selbst. Wenn man Befreiung erlangt und seine ewige  Beziehung zum Allerhöchsten entdeckt, Gott selbst gibt den Anstoß zur Vertiefung und die Stärkung der freundschaftlichen Liebe. Die ewigen Gefährten Gottes in Vrindavana sind  wie folgt beschrieben: „Gott Hari, dessen Hautfarbe der Indranila-Juwel ähnelt, dessen Lächeln so schön ist wie die Kunda-Blume, deren Gewand  gelb wie das goldene Herbstblatt ist dessen Brust mit Blumengirlanden geschmückt ist, der ständig auf seiner Flöte spielt – dieser Feind des Dämons Agha lockt immer wieder unsere Herzen, während er in Vrindavana herum wandert.“ [2]

Wenn du einen Freund hast, wird er zu deinem Ideal, oder? Wenn er nach rechts geht, gehst du auch nach rechts. Wenn er Eis mag, gehst du mit ihm Eis essen. Und wenn er ein Bhakta wird,  wirst auch du ein Bhakti. Denn Freunde gehören immer zusammen.

(fortgesetzt werden)

  1. Nektar der Hingabe, Kapitel 38
  2. Nektar der Hingabe, Kapitel 41


(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2018 vormittags, Sofia)

Einer Tradition anzugehören bedeutet, etwas Wesentliches zu wissen. Das ist nicht  eine oberflächliche Annahme, aber echte Überzeugung. Die grundlegenden Wahrheiten von unseren Überzeugungen sind sehr wichtig, weil sie uns die Leitprinzipien im Leben geben. Bhaktivinoda Thakura sagt: „Kristallreine Hingabe; Fähigkeit die täglichen Pflichten mit den höheren Idealen zu kombinieren ; und mitfühlendes Wohlwollen gegenüber andere Lebewesen zu zeigen – das sind die drei wichtigsten Faktoren, die Sahne der Orientierung für diejenigen, die tatsächlich nach der Wahrheit suchen.“ Sahne – das Beste vom Besten.
Ich freue mich sehr, in euer Land zu kommen. Auf diese Weise können wir  zumindest ein gewisses Verständnis für Rassa erhalten . Denn Sahne ist nicht gleich Butter. Nein, er ist an der Spitze, die Besten der Besten. Verdickt und gesättigt und süß und sauer und göttlich – und noch mehr! Das ist es, was Rassa ausmacht – etwas, das nicht erklärt werden kann, aber man muss es probieren, um zu wissen, was es ist.
Nach diesem emotionalen Gefühlsausbruch kehren wir zur trockenen Philosophie zurück: der ersten von den drei Hauptpunkten für wahre Wahrheitssucher sind: kristallklare Hingabe. Und es beginnt also mit der Einstellung. Wie ist unsere Einstellung? Unsere Haupteinstellung gegenüber alles im Leben ist Hingabe, Widmung. Wenn man sich engagiert, kann man viel erreichen mehr als mit jeder anderen Methode. Ich denke, wir alle kennen den Unterschied zwischen, etwas zu tun, weil wir es müssen, und es mit ganzem Herzen und ganzer Seele tun, oder? Das eine ist Arbeit, der Rest ist Freude. Der Unterschied ist riesig! Und es geht nicht nur um Hingabe, sondern darum kristallklare Hingabe. „Kristall“ kommt von „Krishna“. Das ist es, was reinigt, die Verbindung mit Krishna wird unsere Hingabe reinigen. Der Kristall ist transparent, aber wenn ein Sonnenstrahl darauf trifft, reflektiert es sehr farbenfroh.
Kristallklare Hingabe an Gott – das ist das erste Prinzip. Wenn wir dieses strahlende Licht in unser Leben bringen, alle Dunkelheit wird verschwinden. Das ist wie der östliche Stern am Horizont unseres Bewusstseins. Der helle Stern des Ostens.
Das zweite Prinzip ist mitfühlende, liebevolle Güte gegenüber anderen Lebewesen. Welche Art von Aufmerksamkeit erhalten wir am liebsten von anderen? Ich denke jeder würde sich freuen, wenn uns jemand mitfühlend, freundlich und liebevoll seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, nicht wahr? Dann – lasst uns anderen geben, was wir von uns selbst erwarten. Oder um es genauer auszudrücken im Gegenteil: Gebt den anderen nicht, was ihr selbst nicht gerne erhalten würdet. Es ist ein sehr einfaches Prinzip, es wird die goldene Regel genannt und ist präsente Praxis in allen verschiedenen Kulturen. Mahaprabhu sagt auch: „Gib Respekt andere und erwarte keinen Respekt vor dir selbst.“ [1]
Also, diese liebevolle Güte, dieser mitfühlende Umgang mit anderen – das ist das zweite Prinzip. Es kann sogar eine Brücke bilden, zwischen gegengesetzte Meinungen.
Und das dritte Prinzip besteht darin, euer  tägliches Leben zu harmonisieren, praktischen Handlungen mit den göttlichen Prinzipien zu vereinen. Dies ist sehr wichtig. Weil wenn eure Praxis ziemlich miserabel ist, welche Erfolge erwarten ihr dann?
Und hier müssen wir sehr konkret sein. „Erbärmliche Praxis“ bedeutet manchmal wir leiden, während wir unseren spirituellen Dienst verrichten – es ist unvermeidlich.„Erbärmliche Praxis“  bedeutet, euren Dienst zu vernachlässigen. In euren Dienst nachlässig  zu sein. Nicht zu vergessen zu essen und zu schlafen, aber euer Chanten und eure Meditation zu vernachlässigen. Man kann das als eine erbärmliche Praxis bezeichnen. Und mit solch erbärmlicher Praxis, auf welche Ergebnisse warten ihr? Die Ergebnisse werden ebenfalls miserabel sein – nur mangelnde Zufriedenheit etwas halb-perfektes. Aber beste Praxis bringt die besten Ergebnisse. Und nicht weil unsere Praxis  so stark ist, dass wir die Gesetze der Natur und Gottes dazu zwingen uns die besten Ergebnisse zu liefern. Aber wenn es ein bescheidenes Angebot ist, wird es anziehend sein und   Aufmerksamkeit des Allerhöchsten und einiger Helfer von oben anziehen. Und sie können unseren Dienst weiter tragen.
Das ist also die Crème de la Crème, die Essenz aller Beratung für diejenigen, die es tun sind, tatsächlich auf der Suche nach der höheren Wahrheit begeben. Ganz einfach und ganz praktisch; sehr gute Ratschläge, wie wir unsere Standards erhöhen können. Seht ihr, Bhaktivinoda Thakura ist manchmal sehr spezifisch, gute Ratschläge zu geben; manchmal ist er sehr poetisch und schreibt Kurzgeschichten. Aber was ist es das Ziel? Um unsere Aufmerksamkeit immer mehr zu fokussieren.

Fortsetzung folgt

1. „Shiksashtaka“, 3



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 am Abend, Sofia) 

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Frage von Aradhana: Was ist das Wichtigste in Bezug auf die Puja?

Swami Tirtha: Diejenigen, die Krishna dienen, sind praktisch immer damit beschäftigt einige Aktivitäten auszuführen. Sie tragen Wasser, bereiten Betelnüsse vor, waschen Kleidung und tragen Botschaften hier und da usw. Was ist mit uns? Wir beschäftigen uns mit allen möglichen anderen Dingen. Wir schauen uns YouTube-Kanäle an; und bitte macht daraus keine Werbung. Ihr wisst, wir sind mit so vielen dummen Aktivitäten beschäftigt. Also sollten wir es zumindest in einem Dienst richtig angehen lassen . Und in der Praxis gibt es zwei Möglichkeiten, Krishna, Gott, offiziell zu dienen. Die Eine ist Yagya, die andere ist Puja. Ein Yagya ist eine öffentliche Veranstaltung, eine Opferzeremonie; und Puja ist persönlich privater, intimer Service für die Murtis. Für Yagya ist es am besten, wenn viele Menschen gemeinsam zusammenkommen: Gebete sprechen, singen Hymnen, werfen Getreide ins Feuer – dann wird alles den Teilnehmern positiv entgegenkommen. Aber Puja ist eine persönliche Erfahrung – wenn du Krishna so behandlest, als währe Er Gast, der zu dir nach Hause gekommen ist. Oder als ob ihr es wärt, der zu seinem Haus geht. Wenn ihr zu Besuch geht, bringt ihr immer etwas mit – das ist bei uns Brauch. Wenn ihr Krishna besuchen möchtet, folgt   bitte demselben Prinzip: Bringt etwas mit.

Puja ist genau das – ich bringe etwas Wasser, ich bringe etwas Duft mit, ich bringe ein paar Blumen mit, um sie Dir zu schenken. Ich möchte Dich glücklich und zufrieden machen. Und normalerweise trage ich keine zweitklassigen Sachen. Wenn ich zu einem lieben Freund gehe, möchte ich ihm erstklassige Sachen mitbringen. Deshalb weist uns Bhaktivinoda Thakura an: „Benutze das beste Wasser, das Ihnen zur Verfügung steht. Benutze das beste Feuer, das du hast.“ Weil diese Dinge – die Grundelemente – zu ihrer Quelle zurückgebracht werden, zu Krishna. Und welches ist das beste Feuer, das wir haben? Das sind die Funken in unseren Augen. Und welches ist das beste  Wasser, das wir haben? Das sind die Tränen in unseren Augen. Dem müssen wir anbieten. Es ist die Essenz der Puja. Gib dein Bestes von dir. Gib dein Bestes.

Wenn ihr auf diese Weise anbietet, die Dochte der Ghee-Lampe, kann euch dabei helfen, zu erkennen, was Ekstase ist, was wahres spirituelles Glück ist. Ihr wisst, einer von Mahaprabhus Namen ist der große Tänzer. Und obwohl Er immer tanzt, sieht man Ihn manchmal nicht. Ihr denkt, dass Er in erstarrter Haltung am Altar steht. Habt ihr jemals darüber nachgedacht, wie schwer es ist, so die ganze Ewigkeit zu stehen?

Kommentar: Tapasya.

Swami Tirtha: Nein, es ist kein Tapasya, es ist Ekstase, es ist Prema. Auch einige Yogis Stehen Sie etwa 12 Jahre lang mit erhobenen Händen da. Sie kommen an den Punkt, an dem ihre Hände austrocknen. Und Sie ballen ihre Finger zur Faust – so dass ihre Nägel durch das Fleisch der Handflächen wachsen. Das sind Tapas. Aber hier geht es um Ecstasy.

Unser Mahaprabhu tanzt immer. Und wenn ihr diese Flammen anbietet und schaut durch sie auf Mahaprabhu, während die Dochte brennt und die Luft zu tanzen scheint. Und alles hinter den Flammen tanzt. So ist die Puja, das Opfern von der Ghee-Lampe ist eine Möglichkeit, die Realität zu sehen. Lasst uns sehen, dass unser Mahaprabhu immer tanzt. Das hat etwas mit der Puja zu tun.

Natürlich ist die Puja etwas so Persönliches, so Intimes, dass sie ein ganzes Leben umfasst, um es zu erleben. Tatsächlich gibt es diese Art der intimen Anbetung ist  nicht nur dann, wenn ich am Altar bete und führe einige rituelle Schritte durch; wir müssen ständig in Puja leben. Deshalb heißt es: Es reicht nicht, nur die Dinge zu tun, die man liebt. Aber was auch immer ihr tut, tut es mit Liebe. Das ist eine Puja. Dann ist es das nicht gewöhnliche Aktivität, sondern ein Dienst. Dies ist eine sehr mysteriöse Transformation. Und der Devotee, und die nicht-Gläubigen graben ihren Garten auf die gleiche Weise um. Aber der eine macht gewöhnliche Arbeit und der andere leistet hingebungsvollen Dienst. Wir alle haben diese Chance, uns zu verbessern, unsere täglichen Aktivitäten – in göttlichen Dienst, in göttliche Verbindung umzuwandeln, es als Ausdruck des Göttlichen in unserem Leben darzustellen.

Puja ist also individuell, Yagya ist gemeinschaftlich. Und welches Yagya ist am empfehlenswertesten? Sankirtan-yagya. Ja! Denkt daran, dass das gemeinsame Singen der heiligen Namen ebenfalls ein Yagya ist. Es ist auch ein Opfer zur Zufriedenheit des Allerhöchsten. Das wird in den geheimen Lehren erwähnt. Da war ein Priester und er fragte die versammelten Leute: „Welche Segnungen wünschen Sie sich?“ Ich werde diese Segnungen durch meine Mantras auf euch singen.“ So bedeutet Sankirtan-yagya– alle Segnungen zu erlangen. Gebt einfach an, welche Segnungen ihr wünscht. Ob ihr Siddhi erreichen wollt; oder möchtet ihr eure finanziellen Standards verbessern; oder möchtet ihr in einem Jahr die volle Macht über den Planeten Erde erlangen? Oder vielleicht möchtet ihr ein bescheidener Diener von Dienern von Dienern werden? Definiert also bitte eure Wünsche.



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 Uhr, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

„Diejenigen, die Gott persönlich dienen, werden Anugis genannt, oder Anhänger. Unter ihnen sind Suchandra, Mandana, Stamba und Sutamba. Sie leben in einer Stadt – Dvaraka, ihre Kleidung und ihr Schmuck ähneln denen der anderen Gefährten Gottes. Die Anugas sind mit verschiedenen Dienstleistungen betraut. Mandana hält ständig einen Regenschirm über das Haupt von Lord Krishna. Suchandra fächelt ihm mit einem weißen Chamara (Yakschwanz-Fächer) Luft zu, Suthamba bietet ihm Betelnüsse an. Sie alle sind große Anhänger und ständig damit beschäftigt liebevollen Dienst an Gott zu leisten.

Es gibt Anugis nicht nur in Dwaraka, sondern auch in Vrindavana: Hier sind die Namen einiger von ihnen: Raktaka, Patraka, Patri, Madhukantha, Madhuvrata, Rasala, Suvilasa, Premakanda, Marandaka, Ananda, Chandrahasa, Payoda, Bakula, Rasada und Sharada.

Die folgende Passage beschreibt das Erscheinen der Vrindavan-Anugas: „Lasst uns den ständigen Gefährten des Sohnes Maharaja Nanda unsere respektvollen Ehrerbietungen darbringen. Sie verlassen Vrindavana nie. Ihre Körper sind mit Perlenketten und goldenen Armbändern geschmückt. In ihrer Farbe ähneln sie den schwarzen Bienen und dem goldenen Mond, und ihre Kleidung unterstreicht diese Merkmale. Die Worte von Mutter Yashoda sprechen von ihren spezifischen Pflichten: „Bakula, bitte reinige Krishnas gelbes Gewand. Varika, gib dem Badewasser Aguru-Duft dazu. Rasala, du bereite die Betelnüsse vor. Seht, Krishna kehrt bereits zurück! In der Ferne steigt Staub auf und die Kühe sind ganz deutlich zu sehen.“

Unter allen Anugas ist Raktaka der beste. Über Raktakas Verbundenheit mit Lord Krishna sprechen die Worte, mit denen er Rasada anspricht: „Höre mich! bitte, mache  es so, dass ich ständig Lord Krishna diene, der berühmt wurde, als er den Govardhana-Hügel hebte.“ [1]

Eine sehr schöne Einladung – Krishnas persönlicher Diener zu werden. Wirklich, habt ihr darüber schon mal nachgedacht, dass ihr einen besonderen Duft in Krishnas Badewasser gießen könnt? Oder um ihm etwas zu seinem persönlichen Vergnügen zu bringen. Es ist nicht nur irgendeine Art von Zwangsverpflichtung, Krishna während der Puja mit gegebenen Opfergaben zu verehren. Nein, das ist sehr persönlich. Was für eine wundervolle Einladung!

„Krishnas Anhänger, die ihm persönlich dienen, sind immer sehr vorsichtig, weil sie wissen, dass es keine gewöhnliche Sache ist, ein persönlicher Diener von Lord Krishna zu sein. Das ewige Glück erreicht den, der sogar die Ameisen, die Gott dienen, mit Ehrfurcht behandeln, was soll ich von Krishnas persönlichen Dienern sagen! Einmal dachte Raktaka: „Ich diene nicht nur meinem verehrten Herrn Krishna, sondern auch den Gopis, die verehrten Freundinen Krishnas. Und nicht nur ihnen – ich bin bereit, jeden anzubeten und ihm zu dienen, der ein Diener Gottes ist. Ich weiß, dass ich sehr aufpassen muss, dass ich nicht stolz darauf bin, einer der Diener zu sein und ein Anhänger Gottes.“ Aus diesen Worten können wir verstehen, dass die reinen Devotees die Gott wirklich dienen, sehr vorsichtig sind und prahlen nie mit ihrem Dienst.”

Srila Rupa Gosvami beschreibt weiter die Unterteilungen dieser verschiedenen Gefühle der Hingabe. Und der letzte Absatz lautet:

„Die Anhänger, die mit dem transzendentalen liebevollen Dienst Gottes verbunden sind,  kann man hingebungsvolle Seelen nennen; Seelen, die im Wissen über Gottes hingebungsvollen  Dienst fortgeschritten sind; und Seelen, die in völliger Liebe  transzendentalen Dienstes versunken sind. Diese Anhänger werden jeweils Novizen, Vollkommene und ewig Vollkommene genannt.“

Daher müssen wir die volle und ewige Zuversicht haben, dass wir uns zunächst als Neulinge qualifizieren können; Dann fahren wir mit der nächsten Stufe fort – perfekt, nicht halb perfekt. Und was war dann das Letzte? Für immer perfekt. Gestern waren wir im Dienst nicht perfekt, aber von nun an sind wir für die Ewigkeit diesem verpflichtet– das bedeutet ewig. Denn zum Glück existiert unsere Vergangenheit nicht mehr. Leider unsere Zukunft, die gibt es auch nicht. Zeit ist latent oder, sagen wir, möglicherweise in der Zukunft vorhanden. Zeit ist nicht- vorhanden in Bezug auf die Vergangenheit. Es gibt nur diesen gegenwärtigen Moment. Die Vergangenheit ist eine Geschichte, die Zukunft ist ein Geheimnis und der gegenwärtige Moment ist ein Geschenk.

  1. Der Nektar der Hingabe, Kap. 36

Fortsetzung folgt



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 am Abend, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Sehen wir uns nun die dritte Kategorie von Dienern an – die ständigen Gefährten.
„In Dwaraka gehören zu Krishnas engsten Gefährten: Uddhava, Daruka, Satyaki, Srutadeva, Shatrujit, Nanda, Upananda und Bhadra. Sie sind so etwas wie die Sekretäre Gottes, aber manchmal leisten sie Ihm auch persönliche Dienste.“ [1]
Von diesen Personen nehmen wir die ersten beiden. Wer ist Daruka? Daruka ist der Wagenlenker von Krishna. Dies ist eine sehr prestigeträchtige Position. Warum? Weil Krishna diese Position übernommen hat, gegenüber Arjuna. Das ist etwas sehr Intimes – Krishna handelt als Untergebener, als Diener. Er ist bereit, seinen Freunden einen solchen Dienst zu erweisen. Aber stellt euch vor, wie er sein muss, dieser, für wen Krishna einen solchen Dienst annehmen würde!
Manchmal denken die Leute, dass ein prestigeträchtiges Auto die große Sache sei. Und sie fahren gerne ihr eigenes Auto. Aber das ist eine sehr niedrige Klasse. Die wirklich höhere  Klasse soll einen Fahrer haben. Wenn Sie Ihr eigenes Auto fahren, ist dies eine Unterklasse. Warum? Denn hier Krishna hat einen Fahrer. Es ist wirklich elegant. Denn manchmal ist Er selbst dazu bereit einer zu sein. Ist das nicht schön? Ist es nicht eine innige Beziehung? Gleichzeitig bedeutet es auch Kontrolle. Denn wenn wir unser eigenes Auto fahren, wissen nur wir, wohin wir fahren. Aber wenn wir einen Fahrer haben, weiß auch er wohin wir fahren. Es gibt immer jemanden, der dich beobachtet.
Das ist also Daruka; seltsam, aber ich hatte einen Freund namens Daruka und er war ein Auto-Monteur. Ihr seht, Name und Beruf sind verbunden.
Die andere hier erwähnte Person ist Uddhava. Uddhava ist ein ganz besonderer Freund von Krishna. Bevor Krishna diesen Planeten verließ, hatte Uddhava das Gefühl: „Wir haben nicht mehr viel Zeit übrig.“ Also bat er Krishna demütig: „Könntest Du, bitte noch einmal das Wichtigste zusammenfassen?” Dann fasste Krishna seine Lehren noch einmal in der Uddhava Gita zusammen. Diese sind mehrere sehr kondensierte und bedeutsame Kapitel des Elften Canto von Srimad Bhagavatam.
Uddhava ist auch ein sehr enger Diener Krishnas. Manchmal handel er als Bote. Und weil er in seinen Gesichtszügen Krishna sehr ähnlich ist, als er nach Vrindavana ging, waren die Gopis verwirrt: „Ist unser Krishna zurückgekehrt? Oh nein, das ist einfach Uddhava …“ Auch Uddhava hat unterschiedliche Stimmungen in seinen Beziehungen zu  Krishna. Im Grunde ist es Freundschaft; mit einer leichten anleitende-Einstellung – wie ein älterer Freund oder Verwandter ; und er ist auch ein liebevoller Freund. Spürt ihr den Unterschied zwischen nur einem Freund und ein liebevoller Freund? Es gibt einen großen Unterschied.
„Unter den zahlreichen engen Gefährten von Lord Krishna ist Uddhava der Erhabenste. So wird er beschrieben: „Sein Körper hat eine dunkle Farbe wie der Fluss Yamuna und ist kühl wie sie. Er kleidet sich in gelbe Seidenkleider und schmückt sich immer mit den farbenfrohen Girlanden, die Lord Krishna getragen hat. Seine Hände sind stärker als die schweren Riegel von Toren, seine Augen sind wie Lotusblumen. Er ist der Erste unter allen Gefährten Gottes. Lasst uns unsere demütigen Ehrerbietungen zu den Lotusfüßen von Uddhava darbringen.
Uddhava beschreibt die transzendentalen Eigenschaften von Sri Krishna folgendermaßen: „Gott Sri Krishna – unser Herr und Gegenstand der Verehrung, Herr von Shiva und Brahma und Herrscher des gesamten Universums, der pflichtbewusst die Befehle seines Großvaters Ugrasena ausführt. Auch wenn Er der Besitzer von Millionen von Universen ist, Er bittet den Ozean um etwas Land. Und obwohl Er ein Ozean von Weisheit ist, berät Er sich manchmal mit mir. Er ist so großartig und so barmherzig und dennoch geht Er seinen Aktivitäten wie ein gewöhnlicher Mann nach.“
Seht ihr, das was wir so sehr an Ihm schätzen und lieben ist-dass Er als Mensch kommt.

(Fortsetzung folgt)

1. Der Nektar der Hingabe, Kap. 36



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 am Abend, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

„Gläubige, die unter dem Schutz Gottes stehen“ – die zweite Kategorie.
„Ein Bewohner von Vrindavana sagte einmal zu Lord Krishna: „Mein lieber Krishna, oh Freude von Vrindavana! Aus Angst vor dieser materiellen Existenz haben wir bei Dir Zuflucht gesucht, denn Du kannst uns vollkommen beschützen! Wir sind uns Deiner Größe bewusst. Daher haben wir unsere Sehnsucht nach Befreiung aufgegeben und haben vollkommenen Schutz unter Deinen Lotosfüßen gefunden. Da wir über Deine immer größer werdende transzendentale Liebe gehört haben, haben wir uns freiwillig auf den transzedentalen Dienst zu Dir eingelassen.“ Diese Aussage stammt von einem Anhänger, der unter Schutz und Obdach von Lord Krishna steht.“ [1]
Seht ihr, wir sind gerade über die neutrale Phase hinausgekommen; Jetzt kommen wir zum Dienst. Und hier ist der Schlüssel für die nächsten Niveaus. Denn „Wir haben von der immer größer werdenden Liebe zu Dir gehört und deshalb haben wir Zuflucht gesucht. Das besitzen wir noch nicht, aber wir haben davon gehört.“ Habt ihr von der ständig wachsenden Liebe und Verbundenheit zu Krishna gehört? Ja, wir haben etwas darüber gehört. Deshalb sind wir bereit, den Schutz dieses Prozesses, von unseren Achariya, und die Einladung anzunehmen. Denn Glaube ist der Genuß, den wir aus der Bewunderung und der Verherlichung der immer größer werdenden Liebe zwischen Radha und Govinda bekommen können.
Es wird hier ein sehr schönes Beispiel dafür erwähnt, wie man unter den Lotusfüßen von Lord Krishna Zuflucht sucht – Kaliya, die Giftschlange.
„Nachdem er durch Krishnas ständige Tritte auf seinen Kopf zur Besinnung kam, Kaliya, die schwarze Schlange von der Yamuna gab zu: „Mein lieber Herr, ich war so beleidigend gegenüber Dir, aber dennoch bist Du so gütig, dass Du meinen Kopf mit dem Abdruck Deiner Lotusfüßen gezeichnet hast.“ Dies ist auch ein Beispiel, dafür, wie man unter den Lotusfüßen Krishnas Zuflucht sucht.
Seht ihr, das ist die Gruppe der Devotees, die vom Herrn beschützt werden.

(Fortgesetzung folgt)

1. Nektar der Hingabe, Kap. 36