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(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 Uhr, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

„Diejenigen, die Gott persönlich dienen, werden Anugis genannt, oder Anhänger. Unter ihnen sind Suchandra, Mandana, Stamba und Sutamba. Sie leben in einer Stadt – Dvaraka, ihre Kleidung und ihr Schmuck ähneln denen der anderen Gefährten Gottes. Die Anugas sind mit verschiedenen Dienstleistungen betraut. Mandana hält ständig einen Regenschirm über das Haupt von Lord Krishna. Suchandra fächelt ihm mit einem weißen Chamara (Yakschwanz-Fächer) Luft zu, Suthamba bietet ihm Betelnüsse an. Sie alle sind große Anhänger und ständig damit beschäftigt liebevollen Dienst an Gott zu leisten.

Es gibt Anugis nicht nur in Dwaraka, sondern auch in Vrindavana: Hier sind die Namen einiger von ihnen: Raktaka, Patraka, Patri, Madhukantha, Madhuvrata, Rasala, Suvilasa, Premakanda, Marandaka, Ananda, Chandrahasa, Payoda, Bakula, Rasada und Sharada.

Die folgende Passage beschreibt das Erscheinen der Vrindavan-Anugas: „Lasst uns den ständigen Gefährten des Sohnes Maharaja Nanda unsere respektvollen Ehrerbietungen darbringen. Sie verlassen Vrindavana nie. Ihre Körper sind mit Perlenketten und goldenen Armbändern geschmückt. In ihrer Farbe ähneln sie den schwarzen Bienen und dem goldenen Mond, und ihre Kleidung unterstreicht diese Merkmale. Die Worte von Mutter Yashoda sprechen von ihren spezifischen Pflichten: „Bakula, bitte reinige Krishnas gelbes Gewand. Varika, gib dem Badewasser Aguru-Duft dazu. Rasala, du bereite die Betelnüsse vor. Seht, Krishna kehrt bereits zurück! In der Ferne steigt Staub auf und die Kühe sind ganz deutlich zu sehen.“

Unter allen Anugas ist Raktaka der beste. Über Raktakas Verbundenheit mit Lord Krishna sprechen die Worte, mit denen er Rasada anspricht: „Höre mich! bitte, mache  es so, dass ich ständig Lord Krishna diene, der berühmt wurde, als er den Govardhana-Hügel hebte.“ [1]

Eine sehr schöne Einladung – Krishnas persönlicher Diener zu werden. Wirklich, habt ihr darüber schon mal nachgedacht, dass ihr einen besonderen Duft in Krishnas Badewasser gießen könnt? Oder um ihm etwas zu seinem persönlichen Vergnügen zu bringen. Es ist nicht nur irgendeine Art von Zwangsverpflichtung, Krishna während der Puja mit gegebenen Opfergaben zu verehren. Nein, das ist sehr persönlich. Was für eine wundervolle Einladung!

„Krishnas Anhänger, die ihm persönlich dienen, sind immer sehr vorsichtig, weil sie wissen, dass es keine gewöhnliche Sache ist, ein persönlicher Diener von Lord Krishna zu sein. Das ewige Glück erreicht den, der sogar die Ameisen, die Gott dienen, mit Ehrfurcht behandeln, was soll ich von Krishnas persönlichen Dienern sagen! Einmal dachte Raktaka: „Ich diene nicht nur meinem verehrten Herrn Krishna, sondern auch den Gopis, die verehrten Freundinen Krishnas. Und nicht nur ihnen – ich bin bereit, jeden anzubeten und ihm zu dienen, der ein Diener Gottes ist. Ich weiß, dass ich sehr aufpassen muss, dass ich nicht stolz darauf bin, einer der Diener zu sein und ein Anhänger Gottes.“ Aus diesen Worten können wir verstehen, dass die reinen Devotees die Gott wirklich dienen, sehr vorsichtig sind und prahlen nie mit ihrem Dienst.”

Srila Rupa Gosvami beschreibt weiter die Unterteilungen dieser verschiedenen Gefühle der Hingabe. Und der letzte Absatz lautet:

„Die Anhänger, die mit dem transzendentalen liebevollen Dienst Gottes verbunden sind,  kann man hingebungsvolle Seelen nennen; Seelen, die im Wissen über Gottes hingebungsvollen  Dienst fortgeschritten sind; und Seelen, die in völliger Liebe  transzendentalen Dienstes versunken sind. Diese Anhänger werden jeweils Novizen, Vollkommene und ewig Vollkommene genannt.“

Daher müssen wir die volle und ewige Zuversicht haben, dass wir uns zunächst als Neulinge qualifizieren können; Dann fahren wir mit der nächsten Stufe fort – perfekt, nicht halb perfekt. Und was war dann das Letzte? Für immer perfekt. Gestern waren wir im Dienst nicht perfekt, aber von nun an sind wir für die Ewigkeit diesem verpflichtet– das bedeutet ewig. Denn zum Glück existiert unsere Vergangenheit nicht mehr. Leider unsere Zukunft, die gibt es auch nicht. Zeit ist latent oder, sagen wir, möglicherweise in der Zukunft vorhanden. Zeit ist nicht- vorhanden in Bezug auf die Vergangenheit. Es gibt nur diesen gegenwärtigen Moment. Die Vergangenheit ist eine Geschichte, die Zukunft ist ein Geheimnis und der gegenwärtige Moment ist ein Geschenk.

  1. Der Nektar der Hingabe, Kap. 36

Fortsetzung folgt



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 am Abend, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Sehen wir uns nun die dritte Kategorie von Dienern an – die ständigen Gefährten.
„In Dwaraka gehören zu Krishnas engsten Gefährten: Uddhava, Daruka, Satyaki, Srutadeva, Shatrujit, Nanda, Upananda und Bhadra. Sie sind so etwas wie die Sekretäre Gottes, aber manchmal leisten sie Ihm auch persönliche Dienste.“ [1]
Von diesen Personen nehmen wir die ersten beiden. Wer ist Daruka? Daruka ist der Wagenlenker von Krishna. Dies ist eine sehr prestigeträchtige Position. Warum? Weil Krishna diese Position übernommen hat, gegenüber Arjuna. Das ist etwas sehr Intimes – Krishna handelt als Untergebener, als Diener. Er ist bereit, seinen Freunden einen solchen Dienst zu erweisen. Aber stellt euch vor, wie er sein muss, dieser, für wen Krishna einen solchen Dienst annehmen würde!
Manchmal denken die Leute, dass ein prestigeträchtiges Auto die große Sache sei. Und sie fahren gerne ihr eigenes Auto. Aber das ist eine sehr niedrige Klasse. Die wirklich höhere  Klasse soll einen Fahrer haben. Wenn Sie Ihr eigenes Auto fahren, ist dies eine Unterklasse. Warum? Denn hier Krishna hat einen Fahrer. Es ist wirklich elegant. Denn manchmal ist Er selbst dazu bereit einer zu sein. Ist das nicht schön? Ist es nicht eine innige Beziehung? Gleichzeitig bedeutet es auch Kontrolle. Denn wenn wir unser eigenes Auto fahren, wissen nur wir, wohin wir fahren. Aber wenn wir einen Fahrer haben, weiß auch er wohin wir fahren. Es gibt immer jemanden, der dich beobachtet.
Das ist also Daruka; seltsam, aber ich hatte einen Freund namens Daruka und er war ein Auto-Monteur. Ihr seht, Name und Beruf sind verbunden.
Die andere hier erwähnte Person ist Uddhava. Uddhava ist ein ganz besonderer Freund von Krishna. Bevor Krishna diesen Planeten verließ, hatte Uddhava das Gefühl: „Wir haben nicht mehr viel Zeit übrig.“ Also bat er Krishna demütig: „Könntest Du, bitte noch einmal das Wichtigste zusammenfassen?” Dann fasste Krishna seine Lehren noch einmal in der Uddhava Gita zusammen. Diese sind mehrere sehr kondensierte und bedeutsame Kapitel des Elften Canto von Srimad Bhagavatam.
Uddhava ist auch ein sehr enger Diener Krishnas. Manchmal handel er als Bote. Und weil er in seinen Gesichtszügen Krishna sehr ähnlich ist, als er nach Vrindavana ging, waren die Gopis verwirrt: „Ist unser Krishna zurückgekehrt? Oh nein, das ist einfach Uddhava …“ Auch Uddhava hat unterschiedliche Stimmungen in seinen Beziehungen zu  Krishna. Im Grunde ist es Freundschaft; mit einer leichten anleitende-Einstellung – wie ein älterer Freund oder Verwandter ; und er ist auch ein liebevoller Freund. Spürt ihr den Unterschied zwischen nur einem Freund und ein liebevoller Freund? Es gibt einen großen Unterschied.
„Unter den zahlreichen engen Gefährten von Lord Krishna ist Uddhava der Erhabenste. So wird er beschrieben: „Sein Körper hat eine dunkle Farbe wie der Fluss Yamuna und ist kühl wie sie. Er kleidet sich in gelbe Seidenkleider und schmückt sich immer mit den farbenfrohen Girlanden, die Lord Krishna getragen hat. Seine Hände sind stärker als die schweren Riegel von Toren, seine Augen sind wie Lotusblumen. Er ist der Erste unter allen Gefährten Gottes. Lasst uns unsere demütigen Ehrerbietungen zu den Lotusfüßen von Uddhava darbringen.
Uddhava beschreibt die transzendentalen Eigenschaften von Sri Krishna folgendermaßen: „Gott Sri Krishna – unser Herr und Gegenstand der Verehrung, Herr von Shiva und Brahma und Herrscher des gesamten Universums, der pflichtbewusst die Befehle seines Großvaters Ugrasena ausführt. Auch wenn Er der Besitzer von Millionen von Universen ist, Er bittet den Ozean um etwas Land. Und obwohl Er ein Ozean von Weisheit ist, berät Er sich manchmal mit mir. Er ist so großartig und so barmherzig und dennoch geht Er seinen Aktivitäten wie ein gewöhnlicher Mann nach.“
Seht ihr, das was wir so sehr an Ihm schätzen und lieben ist-dass Er als Mensch kommt.

(Fortsetzung folgt)

1. Der Nektar der Hingabe, Kap. 36



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 am Abend, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

„Gläubige, die unter dem Schutz Gottes stehen“ – die zweite Kategorie.
„Ein Bewohner von Vrindavana sagte einmal zu Lord Krishna: „Mein lieber Krishna, oh Freude von Vrindavana! Aus Angst vor dieser materiellen Existenz haben wir bei Dir Zuflucht gesucht, denn Du kannst uns vollkommen beschützen! Wir sind uns Deiner Größe bewusst. Daher haben wir unsere Sehnsucht nach Befreiung aufgegeben und haben vollkommenen Schutz unter Deinen Lotosfüßen gefunden. Da wir über Deine immer größer werdende transzendentale Liebe gehört haben, haben wir uns freiwillig auf den transzedentalen Dienst zu Dir eingelassen.“ Diese Aussage stammt von einem Anhänger, der unter Schutz und Obdach von Lord Krishna steht.“ [1]
Seht ihr, wir sind gerade über die neutrale Phase hinausgekommen; Jetzt kommen wir zum Dienst. Und hier ist der Schlüssel für die nächsten Niveaus. Denn „Wir haben von der immer größer werdenden Liebe zu Dir gehört und deshalb haben wir Zuflucht gesucht. Das besitzen wir noch nicht, aber wir haben davon gehört.“ Habt ihr von der ständig wachsenden Liebe und Verbundenheit zu Krishna gehört? Ja, wir haben etwas darüber gehört. Deshalb sind wir bereit, den Schutz dieses Prozesses, von unseren Achariya, und die Einladung anzunehmen. Denn Glaube ist der Genuß, den wir aus der Bewunderung und der Verherlichung der immer größer werdenden Liebe zwischen Radha und Govinda bekommen können.
Es wird hier ein sehr schönes Beispiel dafür erwähnt, wie man unter den Lotusfüßen von Lord Krishna Zuflucht sucht – Kaliya, die Giftschlange.
„Nachdem er durch Krishnas ständige Tritte auf seinen Kopf zur Besinnung kam, Kaliya, die schwarze Schlange von der Yamuna gab zu: „Mein lieber Herr, ich war so beleidigend gegenüber Dir, aber dennoch bist Du so gütig, dass Du meinen Kopf mit dem Abdruck Deiner Lotusfüßen gezeichnet hast.“ Dies ist auch ein Beispiel, dafür, wie man unter den Lotusfüßen Krishnas Zuflucht sucht.
Seht ihr, das ist die Gruppe der Devotees, die vom Herrn beschützt werden.

(Fortgesetzung folgt)

1. Nektar der Hingabe, Kap. 36

 



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 Uhr, Sofia)

Heute war ich mit der Gesellschaft eines sehr netten alten Freundes gesegnet. Er ist ein Anhänger von Shrila Paramadvaity Maharaja und er ist amerikanischer Nationalität, aber er ist Ehren-Ungar. Er spricht perfekt Ungarisch, was ein Wunder ist. Er ist Yogalehrer und wurde ein Devotee in Ungarn. Und heute Nachmittag hatten wir dieses Treffen mit diesem schönen alten Freund –er kehrte gerade von Indien nach Ungarn zurück und unterwegs hielte er gerade für eine Weile in Sofia an.
Seht, das ist ein Vorteil des spirituellen Lebens in unserem Bhakti-Prozess. Ihr werdet Freunde auf der ganzen Welt haben. Das ist etwas sehr Kostbares. Und wir leben nicht in unseren Erinnerungen, wir leben nicht in unserer Vergangenheit, wir leben nicht in der Zukunft unserer Hoffnungen. Aber wir leben in den ewigen glücklichen Moment von heute.
Deshalb müssen wir unsere Studien über unsere spirituelle Wissenschaft fortsetzen. Welches nicht nur eine theoretische Konstruktion ist, sondern eine lebendige Erfahrung. Am Morgen starteten wir eine Diskusion über die Stimmung während dem dienen, gegenüber dem Höchsten. Und jetzt müssen wir damit weitermachen.
Srila Rupa Goswami sagt: „Die Anhänger Gottes, die mit Ihm in einer Beziehung des Dienen verbunden sind, werden in vier Gruppen eingeteilt: 1) ernannte Diener (wie der Gott Brahma und der Gott Shiva, die damit betraut sind, die materiellen Manifestationen der Leidenschaft und Unwissenheit zu regeln ), 2) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen, 3) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen und ewige Gefährten Gottes sind 4) Anhänger, die einfach in die Fußstapfen Gottes treten.“
Das ist also unsere Studie für heute. Ernennte Bedienstete.
„In einem Gespräch zwischen Jambavati, eine von Krishnas Frauen, und Kalindi, ihr Freund Jambavati fragte: „Wer ist diese Persönlichkeit, die unseren Krishna umrundet?“ Kalindi antwortete: „Sie ist Ambika, die Leiterin aller universellen Angelegenheiten.“ Dann fragte Jambavati: „Wer ist diese Persönlichkeit, die beim Anblick Krishnas zittert?“ Kalindi antwortete: „Er ist der Herr Shiva.“ Dann fragte Jambavati: „Wer ist die Person, die betet?“ Kalindi antwortete: „Das ist Lord Brahma.“ Jambavati fragte dann: „Wer ist diese Person, die auf den Boden gefallen ist, um Krishna Respekt zu erweisen?“ Kalindi antwortete: „Er ist Indra, der König des Himmels.“ Jambavati fragte als nächstes: „Wer ist die Person, die mit den Halbgöttern gekommen ist und mit ihnen lacht” Kalindi antwortete: „Er ist mein älterer Bruder, Yamaraja, der Oberaufseher des Todes.“
„Dieses Gespräch bietet eine Beschreibung aller Halbgötter an, einschließlich Yamaraja, die mit vom Herrn bestimmten Diensten beschäftigt sind. Sie werden Adhikrita-Devata oder Halbgötter genannt, die für bestimmte Arten von Abteilungsdiensten ernannt wurden“ [1]
Das kann in Sofia natürlich nicht passieren. Weil Mahaprabhu euch alle sehr gut kennt.  Aber für den Fall, dass Er aus Ekstase euch nicht erkennt, wird Er fragen: „Wer ist dieser Devotee der mir Blumen bringt?“ Und dann wird ihm der Ashram-Leiter Tulasi sagen: „Oh, das ist dieser Devotee.“ „Wer ist dieser andere Devotee, der Mir so schön vorsingt?“ und sie wird sagen: „Oh, das ist Param.“ Und dann: „Wer kocht da in meiner Küche?“ und sie wird sagen: „Das ist Priya, die ihre Sankirtan-Aktivitäten eingestellt hat, nur um für Dich zu kochen.“ „Und wer ist diese andere Gopi die ich so lange nicht gesehen habe?“ „Das ist unsere Ragichka, die eine Mission in Ungarn hat.” „Und wer ist dieser nette Devotee, der so viel Zuneigung zu Mir hegt?“ „Das ist Valyo, er singt seine Mantras und predigt seinen Glauben .“ Und natürlich viele andere – das können wir nicht die Liste vervollständigen. Weil Hunderte und Tausende von Anhängern hier sind, um Mahaprabhu zu dienen.
Und wirklich, es ist so, heute sieht man hier nur 30-40 Leute, aber in der Bulgarischen Purana wird geschrieben sein: „Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es eine sehr starke Andachtsgemeinschaft in Sofia, und Tausende schlossen sich dem donnernden Kirtan Kripadhams an.“ Übrigens wird unser Mahaprabhu fragen – denn seine Augen sind deswegen voller Tränen der Ekstase – „Und wer ist dieser nette Devotee, der heute Geburtstag hat?“ Er ist unser Kripadham Prabhu, ki jay hoooo! Und das ist Realität, das ist unsere Realität! Wir sind nicht auf 20-30 Personen beschränkt; Hunderte und Tausende sitzen hier. Mathematik der Hingabe ist etwas ganz Besonderes. Du denkst eins plus eins ist zwei. Aber es ist falsch, es ist falsch. Eins plus eins ist mindestens drei. Eins – du, eins – der andere Devotee, plus die liebevolle, freundschaftliche Diensthaltung zwischen Ihnen. In Einheit, in Harmonie, das Kleine wächst. In Disharmonie, im Misstrauen sind selbst die Starken schwach. Also kultiviert bitte was ihr habt! Dann wird das örtliche Purana die Wahrheit sagen: „Am Anfang des 21. Jahrhunderts, hier in Sofia gab es eine sehr starke, vereinte Gruppe von Anhängern. Und Tausende versammelten sich im Dienste Mahaprabhus.“
Das sind die ernannten Diener. Bitte qualifiziert euch für die Ernennung zu einem Sonderbeauftragten Art der Leistung.

Fortsetzung folgt

1. „Der Nektar der Hingabe“, Kap. 36



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia) 

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Ist es möglich, mit dem Dienst für Krishna zu übertreiben? Also, manchmal kommt Er in einer Gottheitsform, als Murti, die unsere Dienstleistungen akzeptieren kann. Und einmal gab es in einem sehr gut etablierten Mataji-Ashram einen Fall. Ihr wisst, in einem Ashram muss man alles unter Kontrolle halten, sonst bricht alles zusammen. Und normalerweise ist es sehr wichtig, die Kontrolle über die Küche zu behalten. Denn wenn es keine Kontrolle gibt, werdet ihr, einen Tag,  das gesamte Bhoga für die Opfergaben verwenden und am Morgen wird es nichts zum Kochen geben. Man muss also in der Küche sehr vorsichtig und verhältnismäßig sein, nicht wahr? Als in Gurudevs Ashram ihm die Devotees die Einkaufsliste vorlegten, sagte er: „Drei mal Blumenkohl! Nein, nur einen.“ Es war sehr süß und es war sehr schwierig, mit ihm den Einkauf zu bewältigen . Weil er sehr streng war und immer die Hälfte der Liste abgeschnitten hat.

Aber wenn wir zur ursprünglichen Geschichte zurückkehren: In diesem Ashram war alles völlig unter Kontrolle, alles war verhältnismäßig und der Vorrat war sehr gut gehalten. Aber dann eines Tages kam eine neue Dame und sie brachte auch ihre Murtis mit – die kleine Radha-Krishna. Und sie fing an sie zu verehren in diesem Ashram, ihre eigenen Gottheiten. Sie war sehr eng mit ihren Murtis verbunden und wusste, dass Krishna morgens Süßigkeiten liebt. So beginnt Krishna seinen Tag – mit ein paar Süßigkeiten. Und sie versuchte, es zu liefern, schlich sich in die Küche und nahm die gesamte Butter mit, die es Proportional für den Tag ausgelegt gab, etwas Zucker und dies und das und bietete alles ihren Krishna an. Weil sie ihrem geliebten Krishna dienen wollte. Doch dann kam der Koch. Sie sagte: „Also gut, jetzt fangen wir an zu kochen … und wo ist die Butter?“

Diese Geschichte eskalierte, von Tag zu Tag fehlte immer mehr Butter. Unsere liebe Gopi wollte sich so sehr um ihren Govinda kümmern und sie hatte wohl etwas zu viel Führsorge für Ihn gezeigt, er wurde immer schwerer. Weil sie das gespürt hat: „Er liebt meine Süßigkeiten so sehr.“

Ich weiß, dass ihr alle Anweisungen und alles, was ihr in den Vorträgen hört, sehr genau befolgen möchtet. Seit doch bitte verhältnismäßig bei der Verwendung von Butter.

Vedavid: Was wäre, wenn Krishna die Butter gestohlen hätte?

Gangamata: Das ist eine gute Ausrede.

Swami Tirtha: Diese Frage könntet ihr beantworten, wenn ihr der Leiter eines Ashrams wärt und ihr müsstet die Butter proportional verteilen. Natürlich nichts ist unabhängig von dem göttlichen Wunsch. Aber wir begannen mit übermäßiger Fürsorge. Und tatsächlich ist der Überschuss nicht die Butter, nicht der Zucker, den wir geben müssen. Der Überschuss ist die Zuneigung. Und das ist nie überdosiert, das ist nie eine Belastung. Denn reine hingebungsvolle Liebe kennt alle Geheimnisse der Liebe. Und genau dieses intelligente Dienen berücksichtigt stets den Geschmack Krishnas. Die einzige Frage, der einzige Punkt ist, ob es Ihm so gefällt oder nicht.

Ich habe euch schon oft davon erzählt, wie ein Gopa den linken Fuß von Krishna massierte. Er gab eine halbe Stunde lang eine Massage und Krishna war in Yoga-Nidra verschwunden. Und dann unser Gopa dachte: „Okay, ich habe den linken Fuß massiert, jetzt bewege ich mich zum rechten Fuß von Krishna.“ Weil ich meine Leistung proportional verteilen muss.‘ Also gab er ganz sanft das Massieren von dem linken Fuß auf und berührte ganz sanft den rechten Fuß. Dann öffnete Krishna nur leicht seine Augen und sagte: „Geh zurück.“ Wie Ihm es gefällt. Manchmal habt ihr vielleicht einen Vorschlag, aber wir müssen gehorchen wie es Ihm gefällt. Und von dieser Regel sind nur sehr wenige Devotees Ausnahmen, wenn ihr Wunsch und ihre Willenskraft Krishna überwältigt.



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Frage von Shyama Tulasi: Könnten Sie eine klare Unterscheidung zwischen den beiden Beziehungen machen?: Die eine ist, wenn man zum Wohl derer dient, denen er dient, und die andere ist es, wenn eine Mutter sich um ihre Kinder kümmert, aber so, dass sie sie alleine nichts selber machen lässt. Eins ist für sie und das andere ist statt ihnen.

Swami Tirtha: Wenn sie mit der Fürsorge übertreibt­?

Schjama Tulasi: Ja, zu viel Fürsorge.

Swami Tirtha: Es ist ganz einfach. Wenn euch eure Instinkte leiten, dann tut ihr  das. Wenn euch die Weisheit leitet, erledigt ihr den Rest – und das ist zu ihrem Besten.

Und manchmal ist es grausam. Wenn wir uns Beispiele aus der Natur anschauen, sagen wir aus dem Tierreich, werden wir verschiedene Arten elterlicher Liebe und Fürsorge sehen. Für eine gewisse Zeit akzeptiert die Hündin ihre kleinen Welpen, aber wenn sie anfangen, sie zu sehr zu beißen, wirft sie raus. Ihr werdet sagen: Es ist grausam. Aber es wird sie stärker machen und sie in die Lage versetzen, auf eigenen Beinen zu stehen und ihre eigene Nahrung zu finden – nicht nur, um das Blut und die Milch ihrer Mutter zu saugen. Ich denke, übermäßige Fürsorge ist sehr instinktiv – und zwar dann, wenn man dominieren möchte. Und es ist die beste Art, sie zu verwöhnen. Wenn ihr eure Kinder zu sehr sorgt, das ist der beste Weg, sie zu verwöhnen. Sie werden immer auf euch angewiesen sein, auf eine falsche Art und Weise. Aber wenn ihr weise seid, werdet ihr ihnen nicht nur Freiheit geben, sondern sie auch manchmal rausschmeißen.

Kommentar: Mit Liebe.

Swami Tirtha: Ja, zu ihrem Besten – um sie stärker zu machen, damit sie sich  einigen Wahrheiten im Leben selber stellen. Deshalb heißt es: „Ich bin bereit für dich und mit dir, aber ich bin nicht bereit, etwas statt dir zu tun.“

Chakoris Frage: Und ist es möglich, die Sorgfalt zu übertreiben, es zu übertreiben mit dem Dienst für Krishna?

Swami Tirtha: Mit dem Krishna-Dienst übertreiben? „Heute habe ich zu viel gechantet, ich habe es mit dem Japa übertrieben.“ Es ist möglich. Wir müssen aufpassen, dass wir keinе lästigen Diener Gottes sind . Ihr müsst eure Grenzen kennen. Wir sollten erkennen, wann unsere Anwesenheit angenommen wird und wann es zu einer Last wird . Obwohl ihr die Erlösung am meisten braucht, gönnt Krishna dennoch manchmal Ruhe.

Dies werden wir aus den weiteren Erklärungen von Rupa Goswami verstehen, denn es gibt verschiedene Grade der Hingabe – nicht nur im Dienst, sondern auch bei anderen Rassen. Und alle müssen gemäß dieser Abstufung, entsprechend seiner eigenen Position, handeln, und nicht mehr – es mit der Sorgfalt nicht  übertreiben. Weil es ein System ist, eine Struktur und jeder muss seine Aufgaben, seine Pflichten erfüllen. Sonst ist es ein Chaos. Wenn zum Beispiel jeder Devotee, der Krishna-Girlanden basteln soll, anfängt mit seinem Dienst zu übertreiben und bringt zwei Tonnen Blumen mit – nun, er kann eine solche Last tragen, aber vielleicht wird sie für Ihn immer noch ein wenig schwer sein. Oder wenn sie anfangen, ihre Dienste zu tauschen und am Ende weiß niemand mehr, was zu tun ist – dann bricht ein Chaos aus. Natürlich ist das spirituelle Leben immer wie ein Fluss, verbessert sich ständig und es gibt kleine… ich würde nicht Kurven sagen, aber Veränderungen; es gibt Handlungen und Konsequenzen. Es ist etwas Lebendiges. Den Beschreibungen von Rupa Goswami zufolge handelt es sich dabei jedoch um unterschiedliche Gruppen von Dienstleister, sie werden immer von einigen Tutoren betreut. Dies ist der Weg, um Harmonie und Einheit in den verschiedenen Diensten einzuleiten.

(Fortsetzung folgt)



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

(eine Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

Wir haben mit dem Mond angefangen, nicht wahr – dass der Mond voller Wünsche ist? Als der Mondgott ein großes Verlangen verspürte, war es, das er in der  Lila , dem Tanz Krishnas, teilnimmt. Jedoch war er verwirrt: Was tun? Wie nähert man sich Krishna? Ihr erinnert euch an diesen Vers von Srimad Bhagavatam: akamah sarva-kamo va moksha-kama udara-dhih – „Ich habe nur einen  Wunsch – sich Krishnas Lila zu nähern. Aber was soll ich tun?“ Er begann, sich mit den heiligen Anhängern zu beraten: „Sagt mir bitte, was ich tun kann? Ich bin im Himmel. Ich bin so weit von der Lila Krishnas entfernt. Was soll ich machen? Manchmal erhasche ich einen flüchtigen Blick vom Tanz von Krishna mit den Gopis und er ist so schön, dass ich anfange zu schmelzen, mein Körper schmilzt es zerfällt und von einem Vollmond verwandle ich mich in einen dünnen Mond. Was soll ich bitte tun? Bitte, bringt mir bei, wie ich mich Krishnas Lila nähern kann?“
Dann sagten die heiligen Anhänger: „Oh, unser Krishna ist ein sehr talentierter Tänzer. Übrigens der echte Tänzer, der echte Schauspieler hat immer ein Kostüm. Und von Seinem Anzug das wichtigste Element ist die Pfauenfeder. Da du ein Mann bist, kannst du nicht am Tanz Rasa teilnehmen. Gopeshwar Mahadev schützt vor allen, die sich einschleichen wollen. Er selbst ist ein Mann. Aber sogar er musste seinen Körper in einen weiblichen verwandeln, um das Dhama zu bewachen. Also, sogar als Beschützer muss man sich verwandeln; was soll man tun um in den Kreis einzutreten. Transformation. Lord Shiva trägt immer den Mond im Haar. Und Gopeshwar Mahadev trägt als Beschützer des Dhama, wenn auch in der Gestalt einer Gopi, immer noch den Mond. Vielleicht wird dich das befriedigen.“
„Nein“, antwortete Chandra, „Nein, nein. Das reicht mir nicht. ich fühle mich ausgeschlossen vom Tanz. Gebt mir noch einen Rat.“ Sie sagten: „Gut, wenn du näher dran sein willst musst du zu einer Pfauenfeder werden.“ Dann nahm der Mondgott diesen Rat an. Und der Strahlende Vollmond verwandelte sich in eine Pfauenfeder. Sobald Krishna diese wunderschöne Pfaufeder erblickte, steckte Er sie sofort in sein Haar. Und alle Gopis waren heute Abend außergewöhnlich fasziniert und erfreut über diese neue Pfauenfeder in Krishnas Haar. Dann war der volle Mond im Himmel noch glücklicher, weil er so an der Lila Krishnas noch inniger teilnahm.
Akamah sarva-kamo va/ moksha-kama udara-dhih/ tivrena bhakti-yogena/ yajeta Purusham Param [1] – „Entweder du hast keine Wünsche, oder du hast alle möglichen Wünsche, oder du hast nur einen Wunsch: Du musst Gott eifrig und hingebungsvoll dienen.“
Und zum Abschluss für heute: „Die Anhänger Gottes, die mit Ihm in Bezug auf Dienst verbunden sind, werden in vier Gruppen eingeteilt: 1) ernannte Diener (wie der Gott Brahma und der Gott Shiva, die damit betraut sind, die materiellen Manifestationen der Leidenschaft und der Ignoranz zu regeln), 2) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen, 3) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen und ewige Gefährten Gottes sind 4) Anhänger, die einfach den Fußstapfen Gottes folgen.“ [2]
Was war also die Definition von Service? Helft mir, ich habe es vergessen.
Krishna Priya: Ständige Anziehung und Bindung zu Krishna.
Swami Tirtha: Richtig. Ihr seid Teil einer systematischen spirituellen Schule.

Fortsetzung folgt

1. Shrimad Bhagavatam, 2.3.10
2. Nektar der Hingabe, Kap.36



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vergangenen Freitag)

Wir befinden uns jetzt in der gesegneten Zeit des Vollmonds. Und der Mond ist gefüllt mit Wünsche. Was soll ein Mensch tun, wenn er viele Wünsche hat? Und zitiert mir nicht gleich Srimad Bhagavatam: Akamah sarva-kamo va/ moksha-kama udara-dhih/ tivrena bhakti-Yogena/ Yajeta Purusham Param.[1] Genau das wolltet ihr mir zitieren, nicht wahr?

Wie auch immer, Srimad Bhagavatam ist sehr praktisch. Das sind keine Theorien, die durch die Luft schweben. Nein, es ist ziemlich praktisch. Sukadeva Gosvami und ‘Srimad Bhagavatam kennen die menschliche Natur. Denn dort werden wir beschrieben: akamah sarva- kamo va – hast du keine Wünsche, was sehr selten vorkommt; oder du bist erfüllt von alle möglichen Wünsche; moksha-kama – oder du hast nur einen Wunsch, nach Befreiung… Und somit sind die drei Kategorien von Menschen: diejenigen, die keine Wünsche haben, die voller Wünsche sind und die, die nur einen Wunsch haben. Akamah sarva-kamo va moksha-kama udara-dhih –Unabhängig davon, welche dieser Optionen ihr seid, tivrena – durstig, lautet die Empfehlung, Gott zu dienen, durstig. Tivrena bhakti-yogena – mit Hingabe. So sollttet ihr Gott anbeten. Weil dann werdet ihr belohnt. Ihr werdet alles bekommen.

Vergiss es nicht. Denkt nicht, dass wenn ihr  irgendwelche Wünsche habt, von der Möglichkeit der Vollkommenheit ausgeschlossen werdet. Unsere Chance besteht darin, immer besser zu werden, ja wir erhöhen unsere Standards. Tivrena bhakti-yogena – mit tiefem Verlangen, mit tiefer Hingabe müssen wir Gott hingebungsvoll dienen. Dann könnt ihr damit rechnen, dass es Transformation geben wird. Wenn ihr zu denen gehört, die keine Wünsche haben, und wenn es heute passiert, was bekommt ihr?

Bhagavat Prasad: Den Wunsch zu dienen.

Swami Tirtha: Ja, ihr werdet viele Wünsche bekommen. Und wenn ihr viele Wünsche habt und die Veränderung kommt zu euch, was wird passieren?

Bhagavat Prasad: Der Wunsch wird nur einer sein.

Swami Tirtha: Nein, dann werdet ihr keine Wünsche haben. Dies ist die neutrale Ebene. Aus materiellen Ambitionen erreicht ihr die Ebene der Neutralität. Und wenn ihr nur einen Wunsch habt– nach Befreiung – was wird dann passieren?

Antwort: Es wird erreicht.

Swami Tirtha: Ja, und ihr werdet weitermachen. Sobald ihr weitergeht, ist es von selber erfüllt und verliert seine Bedeutung. Das bedeutet Transformation – etwas wird sich ändern, das Streben wird sich ändern, die Wünsche werden sich ändern sie reinigen sich, oder wir können sagen, sie werden entkräften.

Deshalb müssen wir den vollkommenen Gott anbeten. Wir müssen dem Perfekten  Beispiel folgen. Und was ist das Streben, was ist das einzige Ziel des reinen Anhängers? Zu dienen und das Göttliche Paar zu befriedigen. Deshalb wird uns diese gute Kultivierung helfen, die gleichen Qualitäten und die gleichen Ambitionen zu erlangen. Und deshalb betonen wir so sehr, dass eine ordnungsgemäße Kommunikation von entscheidender Bedeutung ist. Wenn ihr mit Betrunkenen rumhängt, tut ihr das auch, ihr werdet euch betrinken, weil diese Ideale Macht über euch haben werden. Wenn ihr mit Heiligen kommuniziert, Heilige Ideale werden Macht über euch haben. Ich denke, das macht absolut Sinn, nicht wahr?

Fortsetzung folgt

1. Srimad Bhagavatam, 2.3.10



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

(Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

„Anhänger, deren Beziehung zu Krishna der eines Dieners und Meisters gleicht,  empfinden Zuneigung und Ehrfurcht für Ihn. So eine ehrfürchtige Liebe zeigen einige der Bewohner von Gokula (der Manifestation von Vrindavana auf der Erde). Oft sagten sie: „Krishna erscheint immer mit dunkler Haut vor uns, wie eine dunkle Wolke.“ In seine Lotushände  hält Er seine schöne Flöte. Er ist in gelbe Seide gekleidet und in seinem Haar ist eine Pfauenfeder eingewebt. Wenn Krishna um den Hügel Govardhana in dieser Gestalt geht, die Bewohner der himmlischen Planeten sowie die Bewohner von Erde, spüre transzendentale Glückseligkeit und betrachte sich als ewige Diener Gottes.“ [1]

Hier zeigen sich also etwas intensivere Gefühle. Es gibt jedoch eine Ehrfurcht, denn in dieser Stimmung betrachten wir Gott als überlegen; gleichzeitig dies ist der Beginn einer innigeren Beziehung. Rupa Goswami beschreibt weiter, wie Devotees manchmal sich an Krishna errinnern, wenn sie Lord Vishnu sehen, der eine ähnliche Farbe hat, aber vierarmig ist und ist der majestätische Aspekt des Herrn.

„Ein anderer Anhänger sagte einmal: „Aus den Poren des Körpers des Höchsten Millionen von Universen haben ihren Ursprung. Gott ist ein Ozean der Barmherzigkeit, des Besitzens und urchdringliche Energien und alle Vollkommenheiten, Er ist die Quelle aller Inkarnationen und zieht alle befreiten Seelen an. Diese Höchste Persönlichkeit Gottes ist der höchste Herrscher und das höchste Objekt der Verehrung. Er ist allwissend, unnachgiebig und reich. Er ist die Verkörperung der Barmherzigkeit und Beschützer hingebungsvoller Seelen,  Er ist großzügig, treu seiner Versprechen, geschickt, allgut, mächtig und tugendhaft. Er weicht nie von Schriften ab und ist der Freund der Devotees. Er ist großzügig, einflussreich, dankbar, Respekt würdig, geehrt und erfüllt mit allen Kräften. Er gehorcht immer der reinen Liebe. Zweifellos ist Er die einzige Zuflucht der Devotees, die mit ihm verbunden sind, mit der Liebe des Dieners.“
Ich denke, aus dieser Beschreibung können wir erkennen, dass dies der Gott ist, zu dem es sich gehört zu dienen. In jeder Hinsicht perfekt. Welchem ​​Gott würdet ihr gerne dienen? Von einem halb perfekten, halb unfähigen, halb verrückten Gott? Wir wollen dem dienen der vollkommene Gott. Warum? Denn Gott ist vollkommen und wenn  der Diener mit Dem vollkommener Gott verbunden ist, vielleicht wird auch der Diener diese Eigenschaft erwerben – Vollkommenheit. Nicht gleicher Status, aber gleiche Qualität.
Und was für einen spirituellen Führer braucht ihr? Wir erwarten, dass er perfekt ist. Nicht halb perfekt, 50/50. Ein bisschen für Gott und ein bisschen für mich – nein. Natürlich, unsere Erwartungen sind oft übertrieben. Aber das ist der Weg: Sucht das perfekte Beispiel und folgt es perfekt nach. Dann werdet ihr  auf eure spirituelle Reise gehen. Weil wenn wir diese so reine Vision entwickelt haben – die spirituellen Qualitäten der Menschen um uns herum wahrzunehmen, nicht ihre materiellen Qualitäten. Kritisiert ihr den Vollmond nicht dafür, dass er Flecken hat. Was seht ihr? Die Flecken? Das bedeutet, dass ihr den Vollmond nicht seht.

(Fortsetzung folgt)

1. „Der Nektar der Hingabe“, Kap. 36



(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

Bisher haben wir über die neutrale Haltung gegenüber dem Höchsten Herrn gelesen. In einem Satz, können wir sagen, dass dies die Ebene des Bewusstseins über Gott ist. Und wie wir bereits erwähnt haben, hat es Auswirkungen auf uns selbst, aber es gibt nicht so viel Rückmeldung zu Gott.

Wenn wir versuchen, dieses Prinzip der neutralen Konnektivität zu verstehen und anzuwenden, und versuchen herauszufinden, wie wir diesen Standard verbessern können, dann werden wir verstehen das es noch etwas anderes gibt – dass wir etwas für diese Beziehung tun sollten. Das heißt Dienst. Lasst uns sehen, welche die wichtige Botschaft ist, die Rupa Goswami uns über diese nächste Ebene vermittelt.

„Transzendentale Liebe oder Dienst.“ Ihr seht, Zuneigung, die liebevolle Beziehung bedeutet zu dienen. Manchmal fällt es uns schwer, die wahre Definition von Liebe oder Dienst zu finden… Aber wer das eine kennt, kennt auch das andere. Wenn ich jemanden liebe, bin ich bereit ihn glücklich zu machen. Ich bringe das Opfer und er ist glücklich. Liebe ist Dienst, oder? Das Gegenteil ist auch der Fall. Manchmal gefällt uns der Ausdruck „dienen“ nicht. Wir mögen wenn andere uns dienen, nicht wir ihnen. Daher klingt „dienen“ nicht sehr verlockend. Aber falls wir die innere Tiefe wahrnehmen, das Verborgene, was wirklich zu dienen bedeutet-und zwar es ist eine Form der Liebe ist, dann zieht es uns mehr an.

Das bedeutet auch wenn du jemanden dienst, sollte es mit Liebe erfüllt sein. Ich denke Ihr versteht das es ein Unterschied gibt, zwischen „zu tun was man liebt“ und „etwas mit Liebe zu tun“. Das eine ist eine Wahl: „Das gefällt mir, das gefällt mir nicht“-es findet auf der Ebene des Kopfes statt. Das andere ist auf der Ebene der Hingabe. “Was auch immer ich tue, ich versuche es mit dem Funken der Liebe auszuführen“. Also gibt es einen großen Unterschied! Bitte, versucht es euch zu merken.

„Autoritäten wie Sridhara Swami betrachten den transzendentalen Geschmack von Zuneigung als das perfekte Maß an Hingabe. Er steht direkt über den neutralen Beziehungen und ist eine Voraussetzung für die Entwicklung eines Dienstgeistes. In „Nama Kaumudi“ und anderen Schriften beschreiben diesen Zustand der Existenz, als ständige Bindung oder Anziehung zu Krishna. Autoritäten wie Sukadeva glauben, dass sich der Bindungszustand auf die neutrale Ebene bezieht. Aber so oder auf andere Weise wird eine solche Verbundenheit mit Krishna von den Anhängern empfunden, die in unterschiedliche Beziehungen zu Ihm stehen , daher wird der Zustand auf die gleiche Weise benannt– Zuneigung oder reine Liebe zu Krishna.“[1]

Welche ist die wichtigste Defination, die uns hier gegeben wurde? Ein bisschen Aktivität euerseits? Oder „ Wir sitzen einfach hier, weil wir meistens immer hier sitzen, deswegen sind wir auch heute hier und sitzen. Wir haben zwei Ohren-durch das eine kommt es rein, durch das andere wieder raus.” Wenn euch jemand fragt-Hey, was beudeutet es, dem Höchsten zu dienen? Was verstehst du unter „dem Gott zu dienen“? Was werdet ihr antworten?

Chakori: Reine Hingabe zu Gott.

Swami Tirtha: Ja, das können wir grundsätzlich beantworten; aber hier gab es eine genaue Definition. „Dienst bedeutet ständige Hingabe und Anziehung zu Krishna.“ Das ist die Definition. Was war die Definition von Neutralität? Ihr erinnert euch – einen ständigen Zustand spiritueller Identität zu pflegen, spirituellen Bewusstseins. Unbeirrt, unveränderlich spirituelles Bewusstsein. Und hier bekommen wir die  wichtige  Definition: „Permanente Bindung und Anziehung zu Krishna“.

Fortsetzung folgt

1. Der Nektar der Hingabe, Kap. 36