Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha




(aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2018 vormittags, Sofia)

(eine Fortsetzung vom vorherigen Freitag)

Wir haben mit dem Mond angefangen, nicht wahr – dass der Mond voller Wünsche ist? Als der Mondgott ein großes Verlangen verspürte, war es, das er in der  Lila , dem Tanz Krishnas, teilnimmt. Jedoch war er verwirrt: Was tun? Wie nähert man sich Krishna? Ihr erinnert euch an diesen Vers von Srimad Bhagavatam: akamah sarva-kamo va moksha-kama udara-dhih – „Ich habe nur einen  Wunsch – sich Krishnas Lila zu nähern. Aber was soll ich tun?“ Er begann, sich mit den heiligen Anhängern zu beraten: „Sagt mir bitte, was ich tun kann? Ich bin im Himmel. Ich bin so weit von der Lila Krishnas entfernt. Was soll ich machen? Manchmal erhasche ich einen flüchtigen Blick vom Tanz von Krishna mit den Gopis und er ist so schön, dass ich anfange zu schmelzen, mein Körper schmilzt es zerfällt und von einem Vollmond verwandle ich mich in einen dünnen Mond. Was soll ich bitte tun? Bitte, bringt mir bei, wie ich mich Krishnas Lila nähern kann?“
Dann sagten die heiligen Anhänger: „Oh, unser Krishna ist ein sehr talentierter Tänzer. Übrigens der echte Tänzer, der echte Schauspieler hat immer ein Kostüm. Und von Seinem Anzug das wichtigste Element ist die Pfauenfeder. Da du ein Mann bist, kannst du nicht am Tanz Rasa teilnehmen. Gopeshwar Mahadev schützt vor allen, die sich einschleichen wollen. Er selbst ist ein Mann. Aber sogar er musste seinen Körper in einen weiblichen verwandeln, um das Dhama zu bewachen. Also, sogar als Beschützer muss man sich verwandeln; was soll man tun um in den Kreis einzutreten. Transformation. Lord Shiva trägt immer den Mond im Haar. Und Gopeshwar Mahadev trägt als Beschützer des Dhama, wenn auch in der Gestalt einer Gopi, immer noch den Mond. Vielleicht wird dich das befriedigen.“
„Nein“, antwortete Chandra, „Nein, nein. Das reicht mir nicht. ich fühle mich ausgeschlossen vom Tanz. Gebt mir noch einen Rat.“ Sie sagten: „Gut, wenn du näher dran sein willst musst du zu einer Pfauenfeder werden.“ Dann nahm der Mondgott diesen Rat an. Und der Strahlende Vollmond verwandelte sich in eine Pfauenfeder. Sobald Krishna diese wunderschöne Pfaufeder erblickte, steckte Er sie sofort in sein Haar. Und alle Gopis waren heute Abend außergewöhnlich fasziniert und erfreut über diese neue Pfauenfeder in Krishnas Haar. Dann war der volle Mond im Himmel noch glücklicher, weil er so an der Lila Krishnas noch inniger teilnahm.
Akamah sarva-kamo va/ moksha-kama udara-dhih/ tivrena bhakti-yogena/ yajeta Purusham Param [1] – „Entweder du hast keine Wünsche, oder du hast alle möglichen Wünsche, oder du hast nur einen Wunsch: Du musst Gott eifrig und hingebungsvoll dienen.“
Und zum Abschluss für heute: „Die Anhänger Gottes, die mit Ihm in Bezug auf Dienst verbunden sind, werden in vier Gruppen eingeteilt: 1) ernannte Diener (wie der Gott Brahma und der Gott Shiva, die damit betraut sind, die materiellen Manifestationen der Leidenschaft und der Ignoranz zu regeln), 2) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen, 3) Anhänger, die unter dem Schutz Gottes stehen und ewige Gefährten Gottes sind 4) Anhänger, die einfach den Fußstapfen Gottes folgen.“ [2]
Was war also die Definition von Service? Helft mir, ich habe es vergessen.
Krishna Priya: Ständige Anziehung und Bindung zu Krishna.
Swami Tirtha: Richtig. Ihr seid Teil einer systematischen spirituellen Schule.

Fortsetzung folgt

1. Shrimad Bhagavatam, 2.3.10
2. Nektar der Hingabe, Kap.36



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