Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha




Damodar fragt: Ich habe vier Fragen, und bin mir nicht sicher ob ich sie alle stellen soll. Die erste Frage lautet, was ist Bhakti?
Tirtha Maharaj: Was ist Bhakti?! Ich weiß nicht, habe keine Ahnung. Deine zweite Frage?
Damodar: Voran liegt der Hauptunterschied zwischen Verehrung Vishnus und Verehrung Krisnas?
Tirtha Maharaj: Verehrung Krisnas kannst du aufgeben, aber Vishnu, niemals. Warum? Wegen Vishnu wirst du niemals frustriert, was auch immer du ihn fragst, er wird alles zur Kenntnis nehmen und darauf achten. Aber Krisna, er ist ein anderer Typ. Er lädt dich ein und schickt dich wieder nach Hause. Er sagt zu dir; komm zu mir, schließe dich mir an, und du wirst glücklich. Du machst so, du kommst zu ihm, und wo ist dein Glück? Er hat seine sehr spezielle Art und Weise, er prüft dich immerzu. Er beseitigt alle deine Hindernisse, alle deine Abhängigkeiten. Alle! Sogar solche die du so sehr magst. Alle! Deswegen sind manche seinen Anhänger so frustriert. Wenn sie von der hellen Göttin eingeladen sind statt vom dunklen Lord, sie sind bereit den Dienst für den Lord zu verlassen. So was geschieht mit Vishnus Dienern nie, seine Diener verlassen ihm niemals. Manche verlassen Krisnas Dienst im Interesse des Dienstes für Radharani. Vielleicht ist das eine etwas komplizierte Erklärung, aber deine Frage war sehr tief, also, musste ich eine tiefe Antwort geben.
Damodar: Vielleicht ist meine dritte Frage noch tiefer.
Tirtha Maharaj: Nur zu!
Damodar: Welche Position hat Lord Chaitanya zwischen Vishnu und Krisna?
Tirtha Maharaj: Er steht nicht auf ihrer Liste, weil in seiner Person wird die gespaltete persönlichkeit Gottes wieder vereint. Weißt du was Goura bedeutet? Govinda-Radhe! Er wird zur wiedervereinigung Gottes, können wir sagen. Sri Chaitanya stellt einen speziellen Aspekt Gottes dar; wo sich zwei getrennte Einheiten, Radha und Krishna permanent suchen. Wenn diese Suche so intensiv wird dass es zu einem Punkt kommt wo die beiden ineinander verschmelzen, das ist Chaitanya! Wir können sagen, er ist ein doppelter Avatar, doppelte Inkarnation. In Ihm kann man diese zwei Personen gut beobachten. Von Außen ist er Mönch der sehr streng allen Regeln und Vorschriften folgt und Innerlich ist er wie eine Gopi. Bei seiner extatischen Meditation, tritt er dem ewigen Krisnas Tanz bei, und bei normalem bewusstseinszustand handelt er wieder wie ein menschliches Wesen. Also, das ist ein sehr heikles Verständnis des Aspekt Gottes. Es wird gesagt, wenn Krishnas Suche nach sich selbst sehr intensiv wird, es ist die Zeit für Chaitanya zu erscheinen. Ich bitte euch dieses Buch „Auf der Suche nach dem ultimativen Ziel des Lebens“ zu lesen – A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada – eine Diskussion zwischen Mahaprabhu und Ramananda Raja.
Mahaprabhu ist genau so wie Krisna sehr geschickt im Sprachwandel, er beginnt mit einer Frage. „Können Sie mir etwas über das Ziel des Lebens sagen?“ und was will er als Antwort hören? Die Geschichte über Adam und Eva?! Er will das höchste Tattva hören! Auf die erste Antwort des Ramananda war er gar nicht interessiert; „Gottverherrlichung, das ist das Ziel des menschlichen Lebens!“ sagte Ramananda. Mahaprabhu fragte ihm weiter: „In Ordnung, aber ist es nicht etwas zu oberflächlich, gehen Sie tiefer, was ist das Nächste?“ Ramananda gab immer tiefere Antworten mit mehr Opferungen und zitierte die Shastren die ganze Zeit. Mahaprabhu war immer noch nicht zufrieden: „Gibt es noch etwas was Sie hinzufügen könnten?“ Letztendlich sagte Ramananda: „Ja, es gibt noch etwas, noch ein Schritt, aber da kann ich die Shastren nicht mehr zitieren“. Er begann die Antwort zu lauten und im diesen Moment hielt Mahaprabhu ihn auf. „Wenn Sie die Shastren nicht mehr zitieren können, dann sagen Sie keine Wahrheit mehr!“ Aus dieser Aussage versteht man dass sich die wirkliche Wahrheit jenseits der Shastren befindet. Sie ist nicht offenbart, sie ist nicht geschrieben. Der höchste Aspekt der Wahrheit steht nicht in Büchern. Die höchste Wahrheit ist lebendig, sie lebt. Es hängt von ihnen ab wie hoch Ihr Begreifen ist, wie nah Sie zu Gott stehen. Und diese Wahrheit hat nichts zu tun mit Theorien die einige Bücher enthalten. Das ist Chaitanya Position, der ultimative Aspekt Gottes in Vereinigung des männlichen und weiblichen Prinzips – Schwarz und Weiß, Radha und Krishna, Gott und Göttin. Manchmal erscheinen sie getrennt, manchmal wieder vereint. Vierte Frage?

Wird fortgesetzt



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