Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha




( Die Fortsetzung des letzten Vortrags)

 

Ich glaube diese Geschichte bereits erwähnt zu haben, doch ist es schön sie zu wiederholen. Bhaktivinod Thakur, einer unserer großen Lehrmeister, lebte in Navadip, Godrum. Er lebte in einem großen Haus mit seiner großen Familie – ganzen elf Kindern. Und einmal in einer stürmischen Nacht, wo normalerweise niemand hinausgeht, klopfte es plötzlich an der Tür. Er ging raus um nachzusehen wer an der Tür war. Und er sah seinen spirituellen Bruder Goura Kishora das Babaji. Ihr müsst wissen Babajis sind wirklich ein spezieller Typ, eine Kategorie für sich. Und manchmal ist ihr Benehmen geradezu peinlich. Diesmal kam er zur Nachtzeit, klopfte an der Tür und Bhaktivinod Thakur sagte: „Ah, Babaji Maharaj, wie kann ich dir dienen? Was brauchst du? Komm nur herein!“ Babaji ging nicht hinein, er fragte, “Hast du eine Kartoffel?” Bhaktivinod Thakur darauf: „Nun… höchstwahrscheinlich ja…“ Er sucht im gesamten Haus und fand eine Kartoffel. Und die gab er Babaji Maharaj: „Da ist sie“. Da ist deine Kartoffel.“ Und Babaji sagte, “Danke!” nahm sie an sich, drehte sich und ging – im stürmischen Wetter mit einer Kartoffel. Bhaktivinod war  perplex. Was war das? Was ist passiert? Doch er kam zum Schluss, “Höchstwahrscheinlich hatte ich eine bestimme Verbundenheit zu dieser Kartoffel. Welches Glück ich habe dass Babaji Maharaj in dieser stürmischen Nacht gekommen ist und diese aufsässige Kartoffel von mir wegnahm!“ So manchmal testen uns die Großen: Wie viel hängt Ihr an euren Kartoffeln? Wie viel seid Ihr ergebener Diener eures Gurudevs bis er nicht mehr spricht?

In einem anderen Anlass sagte ein Meister zu seinem Schüler: „Bau ein Haus“, und der Schüler, „Ja, Gurudev“ Und er machte sich ans Werk. Ihr müsst wissen, in Indien, auch wenn nur eine kleine Hütte gebaut wird, ist’s trotzdem schwierig. Und nach einiger Zeit kam der Schüler zum Gurudev und sagte: „Ich habe die Arbeit vollendet, hier ist der Hausschlüssel.“ Und der Guru sagte, „In Ordnung. Lass das Gebäude abreißen.“ Und der Mann, “…Ja, Gurudev. Ich mach schon.” Nach getaner Arbeit meldete er dem Meister: “Ich habe die arbeit vollendet. Das Haus ist dem Erdboden gleich“. Der Meister: “Ah, sehr schön mein Junge“. Kannst du ein Haus für mich bauen?” – “Ja, Gurudev“. Und er ging daran das Haus wieder aufzubauen, kam zurück und meldete dem Meister, „Das Haus ist bezugsbereit, hier ist der Schlüssel.“ Und der Meister? „Sehr schön. Kannst du dieses Haus einreißen lassen?“ Und dies wiederholte sich fünfzehn Mal. Und beim nächsten Haus verlor der Schüler ganz die Geduld und er sagte, „Mein teurer Meister! Du befiehlst mir zu bauen, und dann befiehlst du mir zum demolieren. Das mache ich schon zum Sechzehnten Mal. Brauchst du dieses Haus?!“ Und Guru meinte: „Nein! Ich hänge nicht daran. Ich wollte sehen ob du daran hängst oder nicht. Ob du dieses Haus möchtest oder nicht.”

 

Ich bin dein ergebener Diener! Bitte, dies sind nicht nur simple Worte. Dies sind keine leeren Worte. Seid bereit. Wenn ihr eurem Meister sagt, “Bringt mich zum tanzen”, dann seid bereit zum Tanz. Denn das ist was dieser Abschnitt uns sagt: „Ich bin dein Diener, ich bin dein Schüler“ Was bedeutet das im ultimativen Sinne? Es bedeutet; was der Guru nicht allein vermag, erreicht er durch seine Schüler. Doch zur Vollendung brauchen wir hingegebene Diener, so dass nicht „dein“ Job getan ist, sondern der des Gurus. Vielleicht verstehst du nicht die Bedeutung dessen, doch habe vertrauen. Wenn wir höchste Reinheit in unserer Absicht im Herz tragen, wird uns der Herr mit allem versorgen was benötigt wird. Daher feiern wir diesen Vers in der „Gita“ wo Arjuna sagt, „Ich bin dein Schüler, lehre mich.“ Das ist der Weg wie wir unsere Lernbereitschaft ausdrücken sollten. Also, seid bereit, „Ja“ zur reinen Autorität zu sagen. Sechzehn Mal. Mit all euren Kartoffeln.

 

Frage von Manjari: “Du sagtest einmal dass Krishna es härter macht für die, die er am meisten liebt. Ich frage mich, wieso?

Tirtha Maharaj: Er ist dieser Art. I dachte das nach all diesen Beispielen ihr verstehen würdet wieso. Weil ohne diese Prüfungen wir würden nicht wissen wie stark unser Glaube, unsere Hingabe ist. In der Regel bäumen wir uns auf wenn eine Prüfung ansteht. Doch wir sollten Schlau sein und wissen, dass das zu unserem Vorteil geschieht. Ansonsten weswegen prüft Krishna, wieso macht er es für manche so schwierig? Weil er ein guter Tänzer ist. Und er hat unbegrenzte Mittel zum tanzen. Und er möchte gute Partner welche nicht sofort sagen, „Tut mir Leid, ich bin zu Müde“.

Frage: „Was ist die Geheimformel um nicht unsere Hingabe  in solchen Situationen zu Verlieren? Auch wenn uns unserer Guruji absichtlich schikaniert.

Tirtha Maharaj: „Leere Worte sind nicht hilfreich. Wenn ich „Ja-Ja“ sage aber doch „Nein“ meine, wird es mir nicht helfen. Wir müssen bereit sein um Prüfungen zu tolerieren. Der Guru ist genau wie der Herr Doktor, und manchmal nimmt der ein Skalpell und schneidet den Bauch auf. Und immer noch vertrauen wir ihm, wir wissen, „er wird mich heilen obwohl er mir Schmerz zufügt“ Doch fragtest du nach der Geheimformel? Das ist Bhakti, göttliche Liebe. Denn der Guru macht uns nicht zum Narren, er versucht uns zu trainieren um unseren Dienst besser zu erfüllen. Ich meine einen wirklichen. Denn viele wären mit dem ersten Haus zufrieden und würden den Schlüssel an sich nehmen. Denn er hängt an dem Haus. Doch dieser tut es nicht.



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