Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha



Nov

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(Aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 04.01.2019 abends, Sofia)

Wir müssen das begonnene Thema fortsetzen. Wir sprachen über menschliche Bestrebungen, Ziele und Mittel und wie das eine das andere ersetzt. Oftmals halten wir Mittel für Ziele und sind dann überrascht, dass sie nicht funktionieren. Die Instrumente erfüllen nicht die Anforderungen an Ideale. Wir sprachen über einige menschliche Bestrebungen, die wir in diesem Leben haben. Eine davon ist Erfolg. Dann Geld und Glück. Normalerweise sind diesе drei sehr wichtige Faktoren im Leben der Menschen. Aber wir müssen erforschen, was der eigentliche Ursprung und der eigentliche Zweck all dieser verschiedenen Dinge ist.

In der Manu Samhita heißt es, dass man zuerst ein Mensch werden muss. Von einer menschlichen Mutter und einem menschlichen Vater geboren zu werden, genügt nicht. Man muss ein Mensch werden, und das bedeutet, dass man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Ein Zeichen von Menschlichkeit ist, dass er nicht stiehlt. Das bedeutet, wir müssen den Besitzer kennen, wem die Dinge gehören. Denn wenn wir uns Dinge aneignen, die uns im Leben gegeben wurden, ohne dem Besitzer den gebührenden Respekt zu erweisen, begehen wir einen Fehler, das ist unmenschliches Verhalten. Oft denkt man, die Quelle des Geldes sei der Chef. Und der rechtmäßige Besitzer des Geldes sei man selbst. Und der richtige Platz für dieses Geld sei die eigene Tasche. Aber das ist ein Irrtum. Die Quelle ist nicht der Chef, der Besitzer ist nicht man selbst und der richtige Platz ist nicht die eigene Tasche. Wer ist die letztendliche Quelle und wer ist der letztendliche Besitzer jeglichen Reichtums in dieser gesamten Schöpfung? Gott. Gut. Aber in welchem ​​Aspekt? Kuvera? Nein, Kuvera ist der Buchhalter oder der Schatzmeister. Lakshmi? Nein. Lakshmi ist das Reichtum. Wer ist der Besitzer des Reichtums? Ja, Krishna, aber in welchem ​​Aspekt von Krishna? Makanchor?! Makanchor ist ein reicher Mann?! Nein, im Ernst! Makanchor ist ein Dieb. Der Besitzer stiehlt nicht. Der Besitzer besitzt. Wer ist es also?

Jaya Radha Madhava… Wie oft hast du dieses Lied schon gesungen? Madhava! Madhava ist der Herr der Göttin des Glücks. Krishna ist Madhava, er ist der Besitzer allen Reichtums dieses Universums. Die letztendliche Quelle, der Eigentümer und sozusagen der Genießer „eures“ Reichtums, ist also Er – Madhava. Und wenn Krishna sein Geld in dieser oder jener Tasche behalten möchte, solltet euch nicht darüber ärgern. Denn beide Taschen gehören ihm. Die eine ist eure, die andere gehört einer anderen Person. Seit also nicht verärgert, wenn das Einkommen nicht gleichmäßig verteilt ist.

Aber was ist die eigentliche Botschaft? Der gesamte Reichtum gehört Gott – Madhava, der der Besitzer allen Reichtums dieses erschaffenen Universums ist.

Ein weiteres Ziel des Menschen ist Glück, und der Schlüssel zum Glück eines Mannes ist gewöhnlich eine Frau. Doch wer ist der letztendliche Besitzer aller Frauen der drei Welten? Ja, das ist Krishna, Gopinath. Wundern euch also nicht, wenn ihr es nicht seid. Es gibt jemanden, der attraktiver ist. Das ist möglich. Erstaunlich, aber wahr. Daher sollten wir alle weiblichen Repräsentantinnen von Shrimati Radharani als Krishna zugehörig betrachten.

Schließlich ist unser drittes Ziel in der Regel der Erfolg .Wir sind sehr an die Verwendung von Akronymen gewöhnt. Von den drei Hauptbestandteilen des Erfolgs ist einer Gewinn, der zweite Bewunderung – wenn man bewundert wird und im Mittelpunkt steht – und der dritte, wenn man aufgrund seiner besonderen Qualitäten Anerkennung und Respekt erlangt. Und wenn man diese drei als Akronym zusammenfasst, was erhält man dann? P.A.D. Gewinn, Bewunderung, Respekt. Also: Pad. Wenn man in der Welt der Maya Gewinn, Bewunderung und Respekt erlangt hat, was ist man dann? Man ist Maya-Pad. Doch im spirituellen Sinne stammen die wahren Schätze, der wahre Gewinn, die wahre Bewunderung und der wahre Respekt aus einer spirituellen Quelle. Daher ist man im spirituellen Sinne Prabhu-Pad. Das bedeutet, dass man sich den Lotusfüßen des Höchsten ergeben hat. Pad bedeutet „Füße“, Prabhu bedeutet „Gott“. Diejenigen also, die sich ganz auf Gott verlassen haben, sind die wahren Schatzsucher, sie besitzen wahrhaftig den göttlichen Reichtum.

So gehört der gesamte Reichtum dem Höchsten Gott, Madhava. Alle Frauen gehören Gopinath, Krishna. Und welchen Gewinn ihr auch immer erlangt, seit euch bewusst, dass er euch nicht gehöt, sondern Ihm. Jede Frau, die ihr begegnet, seit euch bewusst, dass sie euch nicht gehört; ihr könnt euch nur um sie kümmern, ihr dienen, aber sie gehört Krishna. Gut, aber was könnt ihr dann mit dem Erfolg oder der Bewunderung anfangen, die euch entgegenkommt? Dies sollten wir unseren Meistern zu Füßen legen. Dann sind wir in Sicherheit. Denn obwohl dies die allgemeinen Ziele des Lebens sind, können sie uns sowohl Erfolg als auch Misserfolg bringen. Wenn wir vergessen, dass all diese Dinge unseren Höhergestellten gehören, irren wir uns. Dann sind wir unmenschlich, weil wir anfangen zu stehlen, uns anzueignen. Daher sind die drei Hauptmerkmale jeder starken spirituellen Gemeinschaft diese nicht-besitzergreifende Mentalität – nicht dem Reichtum nachzujagen; Keuschheit oder der Verzicht auf Missbrauch des anderen Geschlechts; und Demut. Wenn man einem christlichen Mönchsorden beitritt, muss man drei Hauptgelübde ablegen: Armut, Keuschheit und Gehorsam. Wer sich also den Bhaktas anschließt, tritt einem Orden mit sehr hoher klösterlicher Disziplin bei. Und das ist sehr gut. Warum? Weil wir, wenn wir diesen Prinzipien folgen, zu wahren Menschen werden. 

(Fortsetzung folgt)



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