Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha




Ramvijay: Wir können sehen dass viele Menschen, auch ich, Bhakti ohne weiters als ihr Lebensideal aufnehmen. Wir alle glauben fest daran dass das die beste Art des Lebens sei, wo wir unsere besten Handlungen darbringen können. Dennoch gibt es auf diesem Weg vom Idealen zur Praxis im praktischen Leben große Hindernisse, für mich zum Beispiel. Was kann der Grund dafür sein?
Tirtha Maharaj: Selbstverständlich ist der Unterschied zwischen Theorie und Praxis sehr groß. In der Theorie können wir uns alle schnell einigen, „Ja, Bhakti-Yoga ist das Beste, schönste und wirksamste System – aber doch nicht für mich!“ Stimmt? Nun, sprechen wir lieber auf vernünftige Weise; wie kann man die Theorie in Praxis umsetzen? Ich glaube wir sind alle einer Meinung dass handeln, leben, atmen für Gottesgemeinschaft, für seine Schönheit und seine Liebe die wir in unserem Herzen tragen das höchste ist – sagen Sie mir, was gibt es höheres? Wenn Sie mir etwas höheres anbieten können, ich werde ihnen folgen! Ich werde mich ihnen sofort unterwerfen und wenn es nichts gibt, dann werden wir uns diesem Ideal unterwerfen. Wir alle versuchen diese Theorie mit mehr oder weniger Erfolg umzuwandeln. Das ist ein Prozess. In der Natur verlaufen die Dinge auch langsam, wir müssen ein halbes, manchmal ein ganzes Jahr auf die Früchte eines Baumes warten, um sie ernten zu können. Die Samen die wir in die Erde säen, müssen wir mit Wasser versorgen, wir müssen uns sehr lange Zeit um die Pflanzen kümmern, und am Ende werden wir vielleicht etwas ernten. Die Früchte werden zuerst grün und unreif, aber trotzdem sind sie uns süß und lieb weil sie unsere Früchte sind.
Pflegen Sie ihren Garten! In der Frühlingszeit schauen Sie mal ihren Apfelbaum an, tausende und abertausende kleine Blüten erscheinen und nur wenige werden die Früchte austragen. Alle Blüten tragen das Leben in sich. Die beste Früchte sind ganz hoch am Baum, dort wo es meisten Sonnenschein gibt; manche sind auch auf niedere Äste; manche hängen noch darauf, sind aber schon innerlich verfault…
Egal, tun Sie ihren Garten schön pflegen, die Ernte wird kommen.
Auf gleicher Weise wenn wir nicht so ganz zufrieden sind mit unserer Umsetzung von Theorie zur Praxis, dann müssen wir uns selbst kultivieren. Wenn wir chanten wird diese Melodie und ihre Harmonie unser Herz berühren, eine gewisse Wirkung wird sich bestimmt manifestieren, einige Ergebnisse werden in unsere Vision kommen und sie verändern. Wenn Sie kleinere Probleme haben, in der Tat, haben Sie keine. Weil in wirklichen Schwierigkeiten werden Sie ihre wahren Freunde sofort erkennen. So lange Sie untereinander noch kämpfen, haben Sie noch viel Zeit zu verschwenden.
Selbstkultivierung braucht Zeit für sich. Wir müssen unsere Praxis kultivieren, früher oder später wird sie unsere zweite Natur – oder die erste, sie wird unsere Vision. Und das nennt man Erfolg.
Ramvijay: Gurudev, können Sie den bekannten Christen Aussage kommentieren: „Gute Absichten sind der Weg zur Hölle.“
Tirtha Maharaj: Es gibt den anderen der sagte; Selbst der Teufel zitiert die Bibel. So, soll ich die Shastren darüber zitieren?
Ramvijay: Ich möchte nur etwas mehr darüber wissen was er damit gemeint hat.
Tirtha Maharaj: Also, das ist die Hingabe ohne Intelligenz. Ein Beispiel; Guru sagt zu dir: Kannst du unseren Garten pflegen? Kannst du bitte das Unkraut jäten? Und du sagst „Ja, Gurudev!“ und läufst schnell in den Garten, und jätest alle pflanzen, auch die, die er mit viel Aufwand bisher gepflegt hat, aus. Also, hier war die Hingabe, aber keine Pflanzen sind mehr hier! Verheerende Hingabe! Du gehst zu Gurudev und sagst zu ihm: „Die Arbeit ist fertig, alles ist gemacht!“ Das war die Hingabe ohne Intelligenz. Deswegen sagen wir; fragen, bevor man etwas tut. In manchen Ashrams gibt es innere Regeln: wenn du etwas brichst, musst du die Schäden ersetzen, wenn dir etwas nicht klar ist, frage; wenn du etwas wegnimmst, bringst du das zurück – ganz einfach.
Dani: Sie sagen, wenn wir etwas nicht wissen, so sollen wir fragen. Problem liegt nicht in den Dingen die wir nicht wissen sondern in dem dass wir nicht wissen das wir nicht wissen.
Tirtha Maharaj: Das ist die wahre Intelligenz, das ist sehr wichtig! Die meisten der Neulinge und einfache Köpfe wissen nicht was sie nicht wissen. Der Dalai Lama hat einmal ein öffentlichen Vortrag gehalten. Große Halle, tausende Leute. Und da kam ein junger Mann und sagte: „Ich habe eine Bemerkung!“ Die anderen sagten zu ihm: „Zuerst Vortrag, am Ende kannst du eventuell deine Fragen stellen und deine Bemerkungen äußern.“ Nun, der Junge war sehr aufdringlich und ungehalten: „Nein, nein, ich habe drei Jahre Budhismus studiert, viel gelesen und viele Fehler in ihm gefunden!“ Keiner konnte ihm in seinen blöden Bemerkungen anhalten, er war sehr unhöflich. Sein Wissen über Budhismus war ganz oberflächlich, ein Paar Etiketten, also, drei Jahre Budhismus studieren, und den höchsten Autorität sagen es sind Irrtümer drinnen!? Was ist den das? Ich bitte Sie!
Ihre erste Lektion nehmen Sie mit Demut an. Ungebildete Leute denken manchmal sie wissen etwas, und sie können etwas ausbessern. Wir sollen unsere Grenzen erkennen. Intelligenz bedeutet, das Ziel erreichen!



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