Sharanagati

Collected words from talks of Swami Tirtha




(Aus einem Vortrag von Swami Tirtha, 05.01.2019, morgens, Sofia)

Das Gespräch zwischen Chaitanya Mahaprabhu und Ramananda Raya geht weiter. Die nächste Frage lautet: „Was ist die beste und höchst segensreiche und fromme Tätigkeit?“ Was ist eure Antwort?

Kripadham: Hingebungsvoller Dienst.

Manoram: Spirituelles Wissen weitergeben.

Vedavid: Sadhu-Sangha.

Swami Tirtha: Hast du diese Ausgabe gelesen? Ja, die Gemeinschaft mit den Devotees – das ist die beste – die beste und einzige – fromme Tätigkeit. Warum? Weil wir, wenn wir mit den Devotees in Umgang sind, ganz sicher göttliches Wissen empfangen und weitergeben werden. Dann ist hingebungsvoller Dienst garantiert. Diese heilige Gemeinschaft steht uns in guten wie in schlechten Zeiten bei. Ist diese Botschaft nicht gerade heute sehr aktuell – dass die beste fromme Tätigkeit darin besteht, sich mit heiligen Persönlichkeiten zu verbinden? Denn dies wird uns retten. Wissen oder was auch immer ihr im materiellen oder spirituellen Sinne erreicht habt, wird uns kaum jemals helfen. Aber die Sadhu-Sangha wird uns helfen. Wenn ihr in eurem letzten Augenblick an die Devotees denkt, dann werdet ihr damit weitermachen. Wenn dies die Summe und Essenz eures Lebens ist, die Zusammenfassung eures Lebens, dann werdet ihr von diesem Augenblick an weitermachen. Und die Devotees werden von Krishna gesandt. Krishna schenkt die Sadhus und die Sadhus schenken Krishna. Dann seid ihr in Sicherheit. Der allmächtige Gott und die hingegebene Seele – dies ist eine unbesiegbare Gemeinschaft.

Und dann kommt die Frage: „Woran sollten wir uns immer erinnern?“

Antwort: An die Lotusfüße Gottes.

Raga Manjari: An die Lotusfüße der Devotees.

Maharani: Immer an Gott zu denken, egal was passiert, dass er unser erster Gedanke ist.

Swami Tirtha: Sehr schön. Die ursprüngliche Antwort von Ramananda Raya lautet: „Sich an die heiligen Namen Krishnas, seine Eigenschaften und seine Spiele zu erinnern.“ Krishna ist barmherzig, nicht wahr? Was sind die sechs Elemente der Sharanagati, der Hingabe? Bitte helft mir!

Krishna Priya: Das Gute annehmen und das Schlechte ablehnen.

Swami Tirtha: Richtig. Das ist der Einstieg.

Vedavid: Zu glauben, dass Krishna uns immer beschützen wird.

Swami Tirtha: Richtig. Und?

Vedavid: Sich Vishnu hingeben.

Swami Tirtha: Richtig. Und Demut. Diese beiden – Selbsthingabe und Demut – sind die individuelle Praxis, die wir darbringen können. Und noch etwas zu Krishna: Er ist der Beschützer aller und wird alles erhalten. Wie oft haben wir diese Schritte schon besprochen? Aber im Alltag vergessen wir sie. Wir denken: „Ach, das ist selbstverständlich. Es ist nicht so wichtig.“ Ich bin heute ständig unterwegs.“ Doch in Krisenmomenten erinnert man sich sofort: „Oh, Krishna ist der Beschützer aller. Er erhält alles. Alles ist unter Kontrolle.“ Er ist Bhakta-vatsala, die Zuflucht der Devotees. Nur müssen wir uns qualifizieren, um Devotees zu werden… Doch glücklicherweise ist Er noch barmherziger, als nur die Devotees zu beschützen, denn Er wird auch Dina-bandhu genannt, der Freund der einfachen Lebewesen. Selbst wenn ihr euch also nicht als wahre Devotees qualifizieren könnt, seid ihr als einfache, gefallene Menschen nicht vergessen. Der Weg hinein und der Weg hinaus liegen in Seiner Hand. Und auch die gesamte Zeit, die wir hier verbringen, liegt in Seiner Hand. Deshalb sollten wir uns am Anfang, währenddessen und am Ende an die heiligen Namen, die süßen Spiele und die überaus erhabenen Eigenschaften Krishnas erinnern.

Frage von Krishna Shakti: Wie kann man sich qualifizieren, ein Devotee zu werden? Wenn er eine gefallene, einfache Seele ist, wie kann er sich verbessern?

Swami Tirtha: Das musst du einen Devotee fragen. In dem man dem guten Beispiel folgt. Versuche, an dieser hingebungsvollen Praxis teilzunehmen. Arbeite an dir selbst. Denn wir brauchen eine gewisse Reinigung, eine gewisse Lebensveränderung. Wir müssen in unseren spirituellen Bestrebungen aktiv sein. Und wenn wir zu unserer ursprünglichen spirituellen Position und Identität zurückfinden, dann qualifizieren wir uns als Devotees. 

Devotees besitzen unzählige glorreiche Eigenschaften. Wie Wissen, Demut, Dienstbereitschaft, Keuschheit. Meine Lieblingseigenschaft ist, dass ein Devotee poetisch ist. Also tu etwas dafür und dann kannst du dich verbessern, kannst du voranschreiten. Aber letztendlich heißt es, es gäbe nur zwei Voraussetzungen für einen Devotee. Sie sind Glaube und Bereitschaft. Wenn du also glaubst und es willst, kannst du Krishna näherkommen. Dann stellt sich nur noch eine Frage: Wie kann man mehr wollen? Aber dies ist Shishtachar oder solches Wissen, solche Informationen, die wir durch den Umgang mit den Anhängern sammeln müssen. Man kann dieses Geheimnis – wie sie es tun – auf irgendeine Weise ergründen. Dies sind einige Anregungen zur Verbesserung unseres Lebens.

(Fortsetzung folgt)



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