Category RSS

Calendar

August 2017
M T W T F S S
« Jul    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  



Deutsch issues

Obwohl die Bhagavad-Gita eine sehr hohe und heilige Schrift ist, beinhaltet sie trotzdem in der Hierarchie der Vedischen Schriften die elementare, grundlegende Information welche wir verstehen sollten damit wir in unseren Studien weitergehen können. Im Grunde beschreibt die Bhagvad Gita dass es einen Gott gibt. Das ist wichtiges Wissen, Wissenschaft. Denn im Kali-Yuga gibt dir jeder zu verstehen dass Gott – wenn überhaupt Gott – du das selbst bist, oder der Dollarschein, dein spiritueller Meister ist der Fernseher, lektoriert dich für Stunden und Stunden und so weiter und so fort. So müssen wir nachdrücklich hinweisen, es gibt Gott! Das müssen wir von der Bhagavad Gita mitnehmen: Es gibt Gott, da ist die Seele, da gibt es eine Verbindung. Aber wie ist Gott, wer ist er wirklich? Dieses Verständnis nehmen wir vom „Shrimat Bhagavatam“. Und das ist nicht das Ende der Hierarchie der enthüllten Schriften. Was ist die nächste Phase? Ja, das ist die „Chaitanya-charitamrita“ welche beschreibt wie wir gute Bhaktas werden. Ist das schon das Ende? Wahrscheinlich nicht, denn da gibt es noch „Bhakti – Rasamrita Sindhu“, die Wissenschaft der göttlichen Gefühle. Und viele Geweihte glauben: „Das ist das Höchste!“ Doch eigentlich schrieb Shrila Rupa Goswami viele Bücher. Der Titel „Bhakti-rasamrita-sindhu“ heisst „Der Ozean der Gefühle der Göttlichen Liebe“ – der Ozean, die Gefühle zu Gott sind genau wie ein Ozean! Aber dieser große Ozean ist nicht das Ende der enthüllten Schriften, denn „Ujvala – nilamani“ kommt nach dem “Bhakti-rasamrita-sindhu”. Und dann kannst du denken dass „Ujvala – nilamani“ das Ende der Geschichte ist. Rupa Goswami ist der Shastra guru der sampradaya und wir können davon ausgehen dass „Ujvala – nilamani“ eines seiner größten Werke ist. Doch sind da andere Meister unter den Goswamis. Da ist Raghunath das Goswami zum Beispiel. Er war sozusagen der Rasa-guru unter den Goswamis. Eines seiner Bücher trägt den Titel „Der Duft der Klage“, auf Sanskrit “Vilapakusumanjali”. Zeigt mir eine andere Religion die ein Heiliges Buch namens “Vilapakusumanjali” hat! Und dann glaubst du, dass ist nun das Ende, das ist die Spitze. Aber wenn du den Samadhi von Sanatana Goswami in Vrindavan besuchst, da wirst du ein Stück Stein finden so wie der da – das ist Samadhi für die Shastren. Samadhi ist die Kapelle die über die sterblichen Überreste eines toten Körpers gebaut wurde. Die Goswamis schrieben einige Bücher welche so Hoch sind dass sie sie begraben haben. Sie sind nicht für die Öffentlichkeit.

Also wo liegt also das Ende der Schriften? In völliger Ergebenheit – denn wenn du in eine Kapelle gehst, zu einer Stätte einer verschiedenen Person. Was tust du da? Du erweist ihr deinen Respekt. In diesem Samadhi sind Bücher der Goswamis versteckt. Von daher können wir verstehen dass der ganze Prozess des Bhakti – vom ersten Schritt bis zum letzten – ist es Respekt zu erweisen.



Dragi fragte: Ist es möglich dass man durch Buddhi-Yoga auf mystische weise in die Zukunft sieht, in die Zukunft eindringt?

Tirtha Maharaj: Ja, das ist möglich, jedoch auf einer anderen Weise wie du glaubst. Denn es wird gesagt dass die Yogis zur Plattform trikalagya gelangen – die drei Phasen der Zeit die sie kennen. Das heißt – die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Devotees sind auch trikalagya. Auch sie kennen vergangenes, gegenwärtiges und zukünftiges. Wie denn?

Unsere Visionen über Gott, sind durch das Wissen aus heiligen Schriften entstanden. In diesen Schriften ist beschrieben wie man so eine Fähigkeit erringt – durch das dritte Auge. In Akasha – Chronik kann man über diese mystischen Erfahrungen lesen. Also, lese mit den Augen der Shastras, Shastra – Chaksush. Shastren sind Vision, dort ist die Geschichte, dort sind Vorhersagen.

Nun, zum Wissen. Die Visionen eines Devotees sind verzerrt, sein Verstand ist mit Priti, mit Zuneigung überladen, das heißt, die Zukunft die wir sehen ist für uns verzerrt. Dadurch das unsere Vision mit Liebe bedeckt ist, kann gerade dieses verzerrte Sicht Wunder bewirken. Verstanden? Nehmen wir ein Beispiel. Die Vision eines reinen Devotees – ist sie objektiv? Nein, weit entfernt davon. Ist seine Vision über dich objektiv? Nein, sie ist absolut unobjektiv. Von einem objektiven Standpunkt, sollten wir eine lange Liste aufschreiben: 1, 2, 3, dafür; … 99, 100 dagegen, das wäre objektiv, aber ein reiner Devotee hat nicht solche Visionen, er betrachtet uns nicht mit schlechten Eigenschaften, er sieht nur die Guten in uns. Also seine Vision ist verzerrt, sie ist nicht objektiv, aber mächtig genug in uns Veränderungen zu bewirken, uns zu verbessern. Das ist die Vision eines reinen Devotees, Vision unseres Meisters. Er hat die Visionen über uns, und die sind vom jetzigen Standpunkt der Realität weit entfernt. Er sieht unsere Zukunft, die Vergangenheit interessiert ihn nicht, und durch so ein Vertrauen wird uns so viel Kraft gegeben, dass wir uns das Bildnis seiner Vision machen können. Ich denke, das ist ein mystischer Weg die Zukunft zu sehen. Bei unserer dauernden Selbstreinigung, die Kraft und Energie werden richtigen Weg annehmen und immer größer werden und letztlich diesem Bild zu entsprechen.

In einem gewissen Sinn sollten wir uns Sorge um die Zukunft der Welt machen; die materielle Welt ist, historisch betrachtet, ein sinkendes Schiff mit einigen Tänzern an Board, glückliche Tänzer.

Es ist möglich eine Vision über die Zukunft zu haben, über die Vergangenheit auch.

Seid intelligent, mit Buddi-Yoga und Priti könnt ihr die Zukunft sehen, ihr könnt jedes Geheimnis lüften. Reinigt eure Existenz, reinigt eure Visionen und Krishna wird euch die richtige Vision zeigen, Er gibt alles was euch notwendig ist und ihr werdet es bekommen.



Fortsetzung

Buddi-Yoga in Zusammenhang mit Intelligenz?! Klingt etwas seltsam. Wir fühlen dass es nicht ausreichend ist. Wir brauchen eine besondere Art von Verständnis; so eine die mit Liebe überfüllt ist. Es gibt zwei Möglichkeiten z.B. einen Menschen zu verstehen. Welche sind sie?

Premananda: Intelligenz und Gefühle, durch Intelligenz beobachten und analysieren und durch die Liebe fühlen…

Tirtha Maharaj: Wir können uns da ganz einigen; der erste ist ein analytischer und der andere ein emotionaler Vorgang. Und welcher ist höher?

Manohari: Ich denke, die Gefühle!

Tirtha Maharaj: Ja, aber, es gibt zwei Arten von Gefühlen, positive und negative. Sie können eine Person entweder durch Hass oder durch die Liebe kennenlernen. Denken Sie nur, wenn Sie eine Person sehr hassen, die wird ständig in ihrem Kopf weilen und Sie sehen alle ihre negativen Eigenschaften, alle Fehler, auch neben den guten Eigenschaften dieser Person, nicht war? So, Sie geben einige neue Eigenschaften zu dieser Person, und der Hass ist entscheidend um diese Person kennen zu lernen. Ist es objektiv? Natürlich nicht. Die Beobachtung mag genau sein, aber sie ist doch falsch. Und jetzt nehmen wir den anderen Weg, nehmen wir die Liebe in Betracht. Sie haben jemanden kennen gelernt, und wieder werden Sie zu dieser Person die Eigenschaften zuschreiben die sie gar nicht besitzt. Ist das objektiv? Wieder nicht. Das liebevolle Bild dieser Person entspricht nicht der Wahrheit. Und doch, welches Bild von ihr sind wir bereit zu akzeptieren? Das Bild das mit Liebe geschmückt ist, das ist bestimmt nicht objektiv.

Hier in diesem Vers ist gesagt; „Ich gebe ihnen die Intelligenz die mit Liebe durchdrungen ist…“ weil, wenn sie mit mir verbunden sind, und Mir hingebungsvollen Dienst leisten, wenn sie Mich als allmächtigen Gott anerkennen, und sie sind so weit von Mir entfernt, wie kommen sie dann zu Mir?

Einmal wollte sich jemand bei Sadhu Maharaj bedanken und sagte zu ihm; O Baba, warum bin ich so weit von dir? Dieser Abstand hat für ihn Dank zu sagen bedeutet. Und das ist eigentlich respektvolle Verbindung. Das war objektiv, weil objektiv betrachten heißt gut überlegen- anderes wäre unbedeutend. Wenn unsere Intelligenz,- Buddi, mit die Liebe durchdringt ist, meistens vergessen wir Seine Größe. Natürlich, ganz am Anfang müssen wir lernen und verstehen dass Er der Gott ist. Aber, im nächsten Schritt vergessen wir das. Das Verständnis über seine Majestät nennt man Ashvarya- Gyata, und da sind wir von Gott noch sehr weit entfernt. Nur Verständnis mit Liebe erfüllt bringt uns näher zu Ihm. „Yena mam upayanti te“ – durch das sie zu Mir gelangen können. Manchmal spricht Krishna wie ein Gott; alles kommt von Mir, Ich bin die ultimative Quelle… und manchmal vergisst Er seine Rolle, „Mam“- sie werden zu mir kommen…nicht zu Brahman, nicht zum Allmächtigen, sie werden zu Kuhhirtenjungen kommen…

So kommen sie von einer allgemeinen Vorstellung zur persönlichen Vorstellung von Gott. Und das sagt uns dass es nur einen Weg zu Krishna gibt, und das ist jeder der mit göttlicher Liebe erfüllt ist.

Noch mal, wieso soll jemand, der mit Gott verbunden ist – Satata Yuktanam, zu Ihm kommen? Wie ist das möglich? Das wies auf eine andere Stufe der Verbindung, eine Stufe die viel intensiver ist. Du bist ins Krishna- Bewusstsein gelangt und du liebst Ihn. Dieses spezielle Element im diesen Vers ist viel höher als im vorherigen. Es ist mit Emotionen überladen, und das nennt man Priti-purvakam. In Bhakti-Praxis, kommen wir Krishna sehr nah, und das ist nicht nur Meditation, sondern auch eine liebevolle Umarmung. Nicht nur in Gedanken bei Ihm sondern auch eine Sehnsucht nach Ihm. Wir sind gleichzeitig mit Ihm verbunden aber auch von Ihm getrennt, gleichzeitige Begegnung und Trennung. Eine Begegnung können wir verstehen- Buddi ist vorhanden, und grundsätzlich können wir diese Begegnung mit Liebe und Zuneigung . Aber, wie ist die Trennung zu verstehen? Auf emotionaler Ebene geht das nicht. Eine Trennung zu tolerieren und nicht auf der Stelle Tot umfallen, dazu muss man einen Schritt auf Intelligenz heraufkommen. Also dazu ist Intelligenz notwendig, und du kommst zu ein wenig Klarheit, zumindest um dein donnerndes Herz und Seele zu beruhigen. Das zeigt uns, ohne Schmerzen ist nichts zu erreichen… Das Süße kommt von Priti, und der harmonische Teil, Kontrolle, kommt von Buddi…

Auf jeden Fall, was auch immer du Krishna schenkst, es soll eine anständige Form haben. Wir sollen beides, unsere Gefühle und unsere Intelligenz verwenden. Unsere Gefühle für die liebevoll gestaltete Begegnung, und die Intelligenz um uns die Trennung zu erklären. Also, ohne Schmerzen, erreicht man nichts…



„Tesham satata-yuktanam/ bhajatam priti-purvakam/ dadami budhi-yogam tam/ yena

mam upayanti te – Diejenige die mir ständig hingegeben sind und Mir mit Liebe dienen, gebe Ich das Verständnis, durch das sie zu Mir gelangen können.[1]

Tesham bedeutet: “zu ihnen”. Zu wem? Was sind satata-yuktanam? Satata bedeutet “immer” und yukta bedeutet „in Verbindung“. Yukta kommt vom Joga. Joga ist die Verbindung, Yukta ist „in Verbindung sein“. Also sind es „diejenigen die immer in Verbindung sind, ewig verbunden mit Mir.“ Die bereit sind ihr Leben Ihm zu widmen. Es wird gesagt dass im Leben 2 Rhythmen Krishna gegeben werden: dein Atem und dein Herzschlag. Sind da weitere Rhythmen? Ja, wir geben unsere Frühlingszeit an Krishna, unsere Winterzeit an Krishna. Wir geben unsere Geburt und unseren Tod.

Wir haben so viele verschiedene Rhythmen, und diese Körperrhythmen ähneln dem Rhythmus des Universums. Wenn du die Grundlegenden Zahlen der Zeitberechnung überprüfst, findest du die grundlegenden Rhythmen deiner körperlichen Aktivitäten. Wie oft atmest du Ein und Aus in einer Minute? Aber nach dem Kirtan oder vor dem Kirtan? Ich glaube sechzehn oder achtzehn Mal. Und wie ist der Herzschlag? Vor oder nach dem Chanten? Sechzig irgendwas. Aber diese Grundzahlen findest du auch in multiplizierter Form in der Konstruktion des Universums. Daher verstehest du dass der Mikro- und auch Makrokosmos zusammengehen, sie sind parallel. Irgendwo gibt es eine Einheit, eine verborgene Einheit. Und der Weg der Vollkommenheit ist alles wieder mit der göttlichen

Quelle zu verbinden, die Göttlichkeit in den einfachen körperlichen Funktionen zu erkennen. Wenn wir so sprechen ist es sehr Langweilig. Aber wenn du sagst dass ein Devotee reinen Herzens Krishna nach seinem letzten Atemzug dienen wird, verstehst du das als heroische Hingabe. Das Herz ist wie eine Lotusblume. Ein Devotee sollte Krishna einladen auf dem Thron seines Lotusherzens Platz zu nehmen. Was bedeutet das – dieses Herz schlägt, und wenn du Krishna darin einlädst wird der Herzschlag Ihn wiederspiegeln. Dies ist der Weg um uns Ihm zu widmen, alle Rhythmen unseres Lebens Ihm zu geben. Von der Jugend bis ins hohe Alter – und das ist auch ein Rhythmus. Geburt, Wachstum, Kinder, Bleiben, Verringern und Verlassen – das sind sie sechs Phasen des Lebens. Wir sollten auch alle diese Phasen Krishna geben. Das bedeutet satata-yuktanam, immer in Verbindung bleiben. Und verbunden durch nichts anderes als Hingabe.

 

Diejenige die in Verbindung mit Mir stehen und bhajatam- dienen Mir. Aber keine gevöhnlichen Diener. Qualifizierte Diener – priti purvakam- die Mir mit Liebe dienen. Priti ist Liebe.

 

Was wird mit ihnen geschehen? Bisher haben wir besprochen was ein Devotee tun solllte sobald er verstanden hat das Krishna die Quelle ist und da es eine Verbindung gibt, und er beginnt Ihn zu verehren – das war das Erste. Das Zweite war das durch diese Aktivitäten Befriedigung und Glück erreicht werden. Aber jetzt wird wieder „für diejenigen die verbunden sind, und denen, die mich verehren, werde ich etwas geben,“ erwähnt. Normalerweise denken sie der Vers geht so: “Für diejenigen die immer verbunden sind und denen, die mich mit Liebe verehren…”

Aber wenn jemand bereits tushti und ramanti erreicht, was kann ihm Krishna noch geben? Deshalb müssen wir einsehen dass “diejenigen, die verbunden sind und Mich anbeten, werde Ich etwas anderes geben.” Dadami bedeutet “zu geben”. Dadami buddhi-yoga, priti-purvakam. “Ich gebe ihnen Buddhi-yoga, die Verbindung von Inteligenz, überladen mit priti.“

 

Siehst du den Unterschied? Es ist nicht „für diejenigen, die verbunden sind und Mich mit Liebe anbeten gebe ich Buddhi-Yoga.” Nein.” Für diejenigen, die verbunden sind und Mich verehren, gebe ich Buddhi-Yoga, überladen mit Liebe. Ich gebe ihnen diese Art der geistigen Verbindung welche mit Liebe überladen ist.“ Und durch dieses “yena mam upayanti te, werden sie zu Mir kommen.”

 

[1] Bhagavad-gita 10.10

 



Fortsetzung der vorherigen Ausgabe

Mac-citta mad-gata prana   bodhayantah parasparam

 

Kathayantas ca mam nityam   tusyanti ca ramanti ca

Die Gedanken meiner reinen Geweihten weilen in Mir, ihr Leben ist völlig meinem Dienst hingegeben und sie erfahren große Zufriedenheit und Glückseligkeit, indem sie sich ständig gegenseitig erleuchten und über Mich sprechen. BG 10-9

Hier nennt Krishna verschiedene Glaubensebenen.

Diejenigen die die anderen erleuchten- Bodhayantah- werden mit Zufriedenheit erfüllt, ist das ausreichend? Und die jenigen die „ Mich verherrlichen“, werden mit Glückseligkeit erfühlt- Ramanti. Bodhayantah befindet sich auf Sadana-bhakti Plattform. Das ist Madyama-adhikari Ebene – ich belehre euch, ich erkläre ihnen, und das ist schon unterschiedlich; ich bin höher. Aus solcher Haltung kann höchstens eine unbedeutende Zufriedenheit herauskommen- ein wenig Tushti. Und wo bleibt die Glückseligkeit? Hier gibt es nicht viel Glückseligkeit. Rama, Rama Devi ist die Glücksgöttin und Ramanti steht unter ihre Kontrolle.

Aber, dann wenn Sie die anderen nicht unterweisen können, nicht belehren können, Sie können nur den Herren verherrlichen, das ist ein vollkommen anderer Ansatz. Solche, die nur den Herren verherrlichen, solche erhalten inneres spirituellen Licht. Noch mal, Ramanti ist kompliziertes Wort: Rama Devi ist Glücksgöttin, das ist ihr zweiter Name, der andere Name für Srimati Radharani. Also, Rama heißt Glück und „ anti“ bezieht sich auf etwas am Ende, wie bei Vedanta, was bedeutet; am Ende des Vedas. So, Ramante, Ramanta kann bedeuten, du bist in der höchsten Glückseligkeit. Du tauchst in der größten Glückseligkeit ein, in die höchste Zufriedenheit. Tushti und Rama, fühlen Sie diesen Unterschied? Es ist schon ein großer Unterschied, Bhakti auf elementare Plattform, so genante Sadhana- bhakti erbringt nur Tushti, Zufriedenheit. Auf der höheren Ebene, wenn man mit Verherrlichung des Höchsten beginnt, erreicht man spirituelle Glückseligkeit. In diesem kleinen Vers sind die spirituellen Schritte ebenfalls enthalten. Wenn man über Unsinn spricht wird man sicher nicht zufrieden, und wenn man über spirituelle Dinge redet, man kann Zufriedenheit erlangen…und wenn man mit Verherrlichung den höchsten Herren beginnt, was wird daraus resultieren? Als erstes, hört man auf zu reden, die Stimme erstickt. Das ist der Zustand der wahren Verherrlichung, so lange bis man spricht da kratzt man nur die Oberfläche. Und wenn nur deine Stimme verstummt…so wie Mahaprabhus seine, in Ekstase…

Normaleweise hat er den Lord Jaganath verehrt, die schönste und liebvollste Form von Krishna, und immer wieder wenn er zu Ihm sprechen wollte, fiel er in Ohnmacht, in Ekstase und konnte nicht mehr richtig aussagen, anstatt Jaganath, konnte er nur Ja Ja Ga Ga Du Du aussprechen.

Bis Sie eine Rede halten, einen Vortrag, das wird höchstens ein Tushti- Selbstzufriedenheit- jeder mag seine eigenen Stimme hören, aber, ein Zustand wo man nicht mehr sprechen kann, das ist Ramanti, ein Glück für das Publikum. Hier machen wir einen Stopp, weil, eine wahre Verherrlichung kann man mit keinem Wort beschreiben, und in diesem Vers ist es beschrieben wie man sich verhält wenn die Worte versagen.

Welche Worte stehen noch in der ersten Zeile? Chitta und Prana. Chitta residiert im Herzen und Prana in Atem. So, wenn die Worte ausfällen, ihr Herz und ihr Atem sagen alles.

Frage von Yamuna: Maharaj, ich habe Kommentare gelesen wo wurde gesagt dass Krishna aus zwei Ebenen spricht, als würde er sich wünschen dass etwas in der Zukunft passiert, und Er spricht hier eigentlich über Vergangenheit, er spricht über die Gopis. Können Sie uns ein Kommentar geben?

Tirtha Maharaj: Ich denke, ich habe meine Meinung schon geäußert, Tushti gehört zu  Grundpraxis, und Ramanti zu einer höheren Praxis. Tushti erreicht man in elementaren Rasa und Ramati in Madhurya- Rasa.

Hare Krishna Hare Krishna, Krishna Krishna Hare Hare, Hare Rama Hare Rama Rama Rama Hare Hare.

Wenn Sie diesen Namen zu singen beginnen, passiert im ihren Leben eine ganz subtile Veränderung, keine anderen Reinigungen sind benötigt. Je mehr Sie üben, je tiefer Sie eingehen desto mehr Ergebnisse werden kommen. Deshalb ist hier noch ein Wort gegeben, Nityam- immer. Das heißt, so lange ihr Herz schlägt und ihr Atem strömt, ganze Zeit!

Yamuna: Und danach?

Tirtha Maharaj: Irrt sich jeder der glaubt dass ein Devotee stirbt.



Mac-chitta mad-gata-prana/ bodhayantah parasparam/ kathayantash cha mam

nityam/ tushyanti ca ramanti ca 

 Die Gedanken meiner reinen Gottgeweihten weilen in Mir, ihr Leben ist völlig Meinem Dienst hingegeben, und sie erfahren große Zufriedenheit und Glückseligkeit, indem sie sich ständig gegenseitig erleuchten und über Mich sprechen.

BHAGAVAD–GITA 10.9

 

Gott existiert, du existierst auch und da gibt es eine Verbindung zwischen dir und Ihn. Diejenigen die das verstehen werden anfangen den Herren anzubeten. Was passiert wenn du damit anfängst, Gott anzubeten?

„In ihren Gedanken auf Mich vertieft, mac-citta. Sie denken immer an Mich.“ Dies ist eine Errungenschaft eines reinen Gottgeweihten – er denkt ständig an den höchsten Gott, Krishna. Nicht nur von Zeit zu Zeit. Immerzu. Und damit erreicht er dass er Ihn niemals vergisst. Erinnert sich ständing und vergisst niemals.

Doch das ist nur eine Errungenschaft. Eine weitere wäre dass „ihre Leben völlig meinem Dienst hingegeben sind“ Da können wir solche Leute als reine Gottgeweihte betrachten. Sie werden auch engagiert. Wir sind engagiert, sie sind auch engagiert. Wir sind alle engagiert in unseren täglichen Routineaktivitäten, aber ihre tägliche Routine ist etwas anderes. Reine Gottgeweihte sind also engagiert, sie sind sehr beschäftigt, keine Zeit für irgendwelche … materiellen Dinge. Und wir sind auch engagiert, keine Zeit für irgendwelche … spirituellen Dinge. Was sind die Resultate eines solchen Engagements? Das wirst du am Ende sehen. Aber zwischenzeitlich bekommst du auch etwas feedback. Denn was passiert in der Außenwelt? Alle äußern sich über Komfort und Genuss, und doch beschwert sich jeder. Wir leben in einer Zivilisation des Komforts und des Genusses und in einer Gesellschaft der Beschwerden. Was ist das für eine Kombination? Du Arbeitest auf etwas hin aber du erreichst es nie. Spirituelle Beschäftigung ist anders. Du arbeitest für keine materiellen Impulse und doch bekommst du alles. Ist das kein gutes Angebot? Du verzichtest auf alles und trotzdem bekommst du alles. Du gibst deine Probleme auf und du erhaltest dafür spirituelle Freude. In der materiellen Welt kämpfst du hart für deine Freude und erntest die Früchte deiner Arbeit, doch die Früchte sind bitter. Spirituelles Leben ist etwas anderes. Ein anderer Impuls, eine andere Motivation, ein anderes Ziel.

Reine Gottgeweihte welche ihr Leben dem hingebungsvollen Dienst an Krishna gewidmet haben und die unentwegt an Ihn denken, mad-gata-prana – Ihr Leben, ihr Prana fließt zu Mir, sie stellen ihre Lebensenenergie zu Meinen Diensten.

Danach bodhayantah – sie erleuchten sich gegenseitig. Dies kommt vom Budhi. Budhi wie wir alle wissen, ist diese Erleuchtung. Parasparam – bedeutet untereinander. Sich ständing untereinander Erleuchten.

Und kathayantah. Katha bedeutet sich über etwas zu unterhalten.

Kathayantash cha mam nityam – Über mich, sie sprechen immer über Mich.

 

Das ist ihr Engagement. Sie widmeten ihre Leben, ihre Gedanken, ihre Worte und ihre Kräfte um sich gegenseitig zu erleuchten. Alles was sie haben, verwenden sie für ihren Dienst. Das ist das Engagement eines wahren Gottgeweihten. Sogar wenn er sich über den Preis des Zements, den er für einen Tempelbau benötigt, unterhält, ist das reines und volles Krishna-katha. Es gibt keine andere Motivation. Es baut kein eigenes Haus. Wenn du dich für etwas engagiertst wirst du etwas erreichen. Das Resultat eines solchen Engagements äußert sich in der letzten Zeile des Verses: tushyanti und ramanti. Tushti bedeutet Zufriedenheit und ramanti ist Glückseligkeit. Wenn du all deine Fähigkeiten in den Dienst Krishnas stellst, wirst du vollends glücklich und zufrieden sein. Etwas Zweimal wiederholen – ist das kein rhetorischer Fehler? Etwas scheint grammatikalisch nicht richtig mit diesem Vers zu sein. Er wiederholt zweimal die gleiche Sache – warum?

Ramvijay: Krishna war nicht auf das Thema konzentriert.

Tirtha Maharaj: Vielleicht ist unser Verständnis nicht Tief genug. Die Acharyas diskutierten über dieses Thema, warum Krishna über zwei verschiedene Dinge sprach, die aus dem Resultat einer einzigen Aktivität hervorkommen – widme dich Gott und du wirst zwei verschiedene Dinge fühlen – tushyanti ca ramanti ca, du wirst Zufriedenheit und Glückseligkeit erfahren. Was ist das Geheimnis? Ist da überhaupt ein Geheimnis? Ich glaube ja, doch vielleicht ist es so Geheim dass wir es nicht einmal als Geheimnis erkennen. Wenn du erfüllt und zufrieden bist – dann bist du glücklich, ja? Zufrieden und Glücklich – das geht zusammen. Warum sie dann getrennt erwähnen?

 

(Wird Fortgesetzt)



Fortsetzung

Aham Sarvasya Prabhavo Mattah Sarvam Pravartate

Iti Matva Bhajante Mam Budha Bhava- Samanvitah

Sri Krishna hat seine Schöpfung beschrieben. Danach fokusiert er sein Betrachten auf uns praktizierende: „Iti Matva“-kennende, „ Bajante“-sich hingeben, „Mam“- mir. Wissende werden mich verehren. Nach der theoretischen Beschreibung folgt praktische Anwendung. Wenn es schon einen Gott gibt, und wenn es die Menschheit gibt, es gibt auch eine Verbindung zwischen ihnen. Was soll getan werden? Anbeten! Und wen, Filmstars, Politiker? Natürlich nicht. Krishna sagt uns ganz klar; Mich anbeten!

Wir sollen Gott anbeten. Da ist auch die Rede von Buddhi- Intelligenz. Intelligente werden mich anbeten und verehren. Und welche Eigenschaften weisen diese intelligenten auf? Bhaava- Samanvitah. Was bedeutet das?

Premananda: Es heißt, mit großer Aufmerksamkeit!

Tirtha Maharaj: Ja, nun, wir können noch etwas dazufügen. Was ist Bhaava? Das ist spirituelle oder emotionelle Stimmung, und Bhava bedeutet Existenz- da ist im Wort ein langes „A“ der Unterschied- Bhaava, Bhava. Und was bedeutet langes „A“ im diesen Wort? Das ist Krishna! Also, wann Sie Krishna in ihren Leben zufügen, ihre Existenz, ihr Leben wird ekstatisch. Also, Bhaava- Samanvitah bedeutet; extatisch, verliebt, inspiriert, aber auch Aufmerksam. Ist dieser Vers wichtig? Das erste Wort ist „Ich“ und am Ende kommt Extase. Gehen Sie tiefer ein, enthält ein Tropfen den ganzen Ozean. In diesem einzigen Tropfen eintauchen heißt, sich in Ekstase ertränken. Bestimmte theologische und philosophische Deutungen sind schwer mit dem Verstand zu erfassen weil es eine Beschränkung im menschlichen Verständnis gibt, nun, auch die Fragen die schwer zu antworten sind, wenn man sie im Herzen akzeptiert, das ganze System fängt an doch zu funktionieren, und auf eine höhere Ebene wird sich offenbaren. Das ist der Weg die höchsten Dinge zu verstehen. Intellektuelle Anstrengung reicht nicht, aber mit Hingabe, das ist das…

Krishna kann die Geschichten auf komplizierte Art erzählen- hunderttausende Verse in Mahabharata- oder auch auf einfachste Weise; „Aham“, und das zu verstehen, heißt alle Antworten zu bekommen.

„ Aham Sarvasya Prabhavo“



Aham sarvasya prabhavo mattah sarvam pravartate

Iti matva bhajante mam budha bhava- samanvitah

Ich bin der Ursprung aller spirituellen und materiellen Welten. Alles geht von Mir aus. Die Weisen die dies vollkommnen haben, beschäftigen sich in Meinem hingebungsvollen Dienst und verehren Mich von ganzem Herzen.

Krishna beginnt diesen Vers mit „ Aham“. Was bedeutet das? Aham bedeutet „ Ich selbst“. Das Wort ist eine Zusammenfassung von „A“, „Ha“ und „M“. Könnten wir das verstehen, das wäre ein Aha-Erlebnis. „A“ ist erster Buchstabe in Sanskrit-Alphabet. In eine andere Stelle in Bhagavat-Gita, erklärt Krishna; Ich bin der Ursprung der vielen Klangen und Laute. Habt ihr schon mal nachgeforscht, welche ist meist erschienene Laute in euere Sprache? Das ist „ A“, sieht ihr, ihr spricht Göttliche Sprache, in jedem „A“ ist Krishna versteckt.

Also, „A“ ist der erste Buchstabe, und welcher ist der letzte? Das ist „Ha“. Also, Krishna beginnt mit dem Wort „Aham“ und sagt damit alles was muss gesagt sein. Ein „M“ kommt zum Schluss des Wortes, was bezeichnet das Göttliche. Silbe „Om“, nicht war? Resonanz eines nasalen Klanges. So, in diesem Wort ist allumfassende Existenz beschrieben und die Silbe „Om“ deutet auf die göttliche Berührung. So, Krishna beginnt mit „Aham“, ist da noch was zu sagen? Alles ist in einem Wort zusammen gefasst. Diese Silbe hat Bedeutung im Sinne existieren, weil, Er sagt nicht „ Es ist nichts“ damit, in Gegenteil, Er sagt; es ist etwas! es ist keine Leere, es ist etwas, es ist Existenz Gottes, es ist seine Identität.

Weiter sagt Er das Wort „Sarvasya“, und „Sya“ am Ende, deutet an Zugehörigkeit zu etwas- das Wort ist in Genitiv. „Aham“ und „Sarva“- ich und alle andere. Krishna ist ein dualistischer Philosoph, Er sagt; ich und du, und das deutet wieder auf Existenz der Anderen. Er sagt nicht; Ich bin, und du bist Illusion. Nein, Er ist klar und deutlich, „ Ich bin, und du bist!“. Und „Sarvasya“ bedeutet „ gehört zu allem“. Er sagt nicht; du gehörst mir, nein, Er sagt; Ich gehöre zu dir. Er ist ein selbstloser liebender Gott und sagt, Ich gehöre zu dir. Krishna ist im höchsten Rasa-Zustand, in höchsten Liebes-Rasa.“ Ich gebe mich zu dir, Ich bin dir gewidmet“! Und dann,  uns zu errinern, uns zu helfen, spricht Er das Wort „Prabhavo“- Ich bin deins, aber du bist mir untergeordnet, und ich bin dir überlegen.

Das ist der Weg die Menschen gut zu erziehen, zuerst die Freundschaft mit ihnen schließen und dann ihnen die Wahrheit sagen.“ Ich gehöre zu dir, aber wir sind in zwei verschiedenen Positionen“! Ohne emotionale Verhältnisse ist es unmöglich das zu verstehen. Srila Prabhupad sagt das gleiche, zuerst Freunde werden und dann predigen. Sehen Sie wie verdichtet diese Bedeutung im Vers ist? Drei Worte ergeben die ganze Philosophie- Ich bin, du bist, wir gehören zueinander, und Ich bin ein wenig überlegen. Wir können stundenlang, jahrelang darüber sprechen, aber das ist die Essenz und bleibt so. Ich bin, du bist, wir gehören zusammen!

Dann sagt Krishna folgendes; „ Mattah“- von mir. Alles geht von mir aus, alles kommt von mir, letztlich, alles stammt von dieser Göttlichen Quelle. Manche Dinge kommen direkt von Ihm, andere wieder indirekt. Göttliche Herrschaft, Göttliche Signale kommen direkt von seiner Quelle. Erscheinung der Illusion kommt indirekt- wir können sagen, es ist eine gebrochene Übermittlung entstanden. Dadurch dass alles aus einer  Quelle emaniert, so ist es dass die Illusion auch von dort kommt und nur durch die Jivas wirkt. Und das bedeutet wieder dass so eine endgültige Quelle aller Emanationen gibt. Den ganzen Vers kann man mit ontologischer Lektion vergleichen, es ist uns geklärt die ganze Existenz -wer und was ist, es ist der Gott und alle Lebensentitäten beschrieben und die Verbindung zwischen ihnen- es ist die ganze Schöpfung beschrieben. Und die ultimative Quelle ist identifiziert. Manche halten Bhagavat- Gita für eine eklektische Lehre, im Sinne dass sie nicht genug konsequent ist, und nicht genug verständlich ist. Ich schlage ihnen vor; zuerst lernen und studieren, und dann urteilen…



Eine sehr spezielle Struktur der Indischen offenbarten Schriften ist, dass sie großes Wissen besitzen, in vielen Fällen
tausende und abertausende Verse, aber ihre Essenz ist komprimiert in einigen wenigen Tropfen. Und über die Essenz nur kurz zu sprechen – das ist wahre Beredsamkeit. Das gesamte Wesen dieses weitreichenden vedischen Wissens ist im Namen Gottes enthalten. Und nicht nur die vedischen Schriften, sämtliche religiösen Praktiken sind im Namen Gottes enthalten. Und nicht nur das Wesen der Religionen, sondern auch die Essenz des Lebens. Weil das Leben die am weitesten verbreitete Wahrnehmung ist. Krishna sagt in der “Bhagavad-Gita”: “Ich bin die Essenz des Lebens”. Doch die “Bhagavad-Gita” ist nur ein Teil einer sehr wunderbaren Literatur namens “Mahabharata”. Maha-Bharata bedeutet “Die große Bharata-Geschichte, wir können auch sagen “Die Großartigkeit der Bharata” oder “Das große Indien” oder auch “Die Großartigkeit Indiens”. Kurz gesagt – Indien ist groß. Und man sagt, was auch in diesem Buch fehlt, existiert auch nicht. Das ist wie eine Enzyklopädie des Lebens. In Einhunderttausend Versen ist die “Mahabharata” verfasst. Das ist ziemlich Lang! Mindestens sieben Mal länger als die “Iliad” und die “Odysse” zusammen. Das ist so gewaltig! Wie kannst du die “Mahabharata” lesen, sie ist zu lang! Also war Gott barmherzig und sagte: “In Ordnung! Lass dir Zeit. Ich werde dir etwas Essenz geben. Nimm diese Siebenhundert Verse – Die “Bhagavad-Gita”. Sie ist das Wesen der “Mahabharata”. Und dann kam Kali-Yuga und das 21. Jahrhundert. Und heute sagst du: “Oh! Siebenhundert Verse ist mir zu lang! Gib mir etwas schnelleres und einfacheres!” Gott weiß alles, richtig? Er wusste von vornherein von unserem langsamen herangehen. Deshalb obwohl die Geschichte sehr lang und unendlich scheint, komprimierte er ihre Essenz in vier Verse. So wissen wir dass die Essenz der menschlichen Existenz, Leben und Bewusstsein – die “Mahabharata” ist. Und die Essenz der “Mahabharata” ist die “Bhagavad-Gita”, der göttliche Gesang. Und die Essenz der “Bhagavad-Gita” sind 4 Verse, eingetragen im zehnten Kapitel. Die essenzielle Nachricht ist ein wenig versteckt, deshalb steht sie auch nicht am Anfang, nicht in der Mitte, nicht am Ende, sondern irgendwo versteckt. Andere ähnlich offenbarte Schriften, Teile der göttlichen Literatur, sind ebenfalls in wenigen Versen komprimiert. Der aus achtzehntausend Versen bestehende “Shrimad-Bhagavatam” zum Beispiel, ist ebenfalls in 4 Versen komprimiert. Die “Brahma-samhita”, welche eine wunderschöne Verherrlichung an Gott ist, ist auch in 5 Versen komprimiert. Und die “Vedanta-Sutra”, welche aus fünfhundertfünfundfünfzig Versen besteht, ist auch in den ersten 10 Sutras komprimiert. Und so sieht man dass alle diese verschiedenen Schriftstücke diese Struktur aufweisen – sie bieten dir etwas breites, aufwendiges, und ein paar komprimierte Tropfen. Das ist sehr wichtig – dieses Beispiel von Wassertropfen und dem Ozean. Weil eine Schule besagt, wenn du einen Tropfen in das Meer schüttest löst er sich auf – er verliert seine Eigenschaft als Wassertropfen und wird zum Ozean. So sagen sie, so argumentieren sie. Doch betrachten wir das in der entgegengesetzten Richtung. Wenn du einen Tropfen aus dem Ozean nimmst – wirst du verstehen, du wirst den Ozean kennen. So wenn du diese 4 Verse der “Bhagavad-Gita” nimmst, wirst du deren Essenz kennen, du wirst alles über die “Bhagavad-Gita” wissen. Und nicht nur die “Bhagavad-Gita”, du wirst alles über die “Mahabharata” wissen! Das bedeutet – du wirst alles über das Leben, wie es ist, wissen.



Frage: Guruji, in Mahabharata sagt Krishna zu Arjuna, er soll die Kauravas  töten um den Krieg zu gewinnen. Denn Kriegsgewinn bedeutet auch dass die Wahrheit siegt. Und in jetzige Zeit ist die Tötung von Tieren untersagt, und von Menschentöten ist gar keine Rede. Da haben wir die Situation, wo ein guter Mensch seine Lebensmanieren folgt, und er wird mit Menschen von falscher Artkonfrontiert die versuchen ihn von seinen Idealen und seinen Zielen abzuhalten. Ist er deswegen ein Böser und ein falscher Mensch? In meisten Fällen halten sich gute Menschen zurück und erreichen nicht ihre eigenen Ziele, nur wegen Angst sich in Kampf begeben, wollen sie nicht und vermeiden jegliche Art von Gewalt. Also, wenn ein guter Mensch sich entschließt; Ja, ich werde kämpfen, ich gehe in den Krieg und werde diese Menschen töten! Das Gesetz unterstützt ihn nicht, Gesetze sind für schlechte Menschen bedacht. Und er entscheidet sich zum Kampf. Ist es in Ordnung auf solche Weise was gutes für eigene Ziele und für Gesellschaft tun? Wir haben Vorstellung dass jemand der sich nicht in den Kampf begibt, ein guter ist. In jetzigen Zeiten sind 99% der Menschen untätig, die werden um nichts kämpfen, ich habe viele solchen getroffen. Sie sagen, nein, ich werde nicht kämpfen, ich lasse die Bösen es tun, und  deswegen nimmt Zahl der Bösen zu weil sich keiner dagegen durchsetzt. Also, was ist mit den Guten, sollen sie doch kämpfen?

Tirtha Maharaj: sehr gute Frage. Wenn du sagst die guten Jungs sind im Leerlauf und die Bösen aktiv, es ist schon eine Beurteilung von Gut und Böse. Die Guten tun nicht und die bösen sind im Vormarsch. Vergiss aber nicht, es ist Kali-Yuga, was bedeutet dass die bösen aktiv sind. In Satya-Yuga ist umgekehrt, die guten sind aktiv und die bösen passiv. In unserer Zeit, um die Werte zu bewahren, muss man sie manchmal verstecken. Wenn du dieses ganze korrupte System allein bekämpfen möchtest, es macht dich schnell fertig. Das wäre der Weg der Sannyasis oder Swamies- das System von Außen angreifen. Intelligente Jungs sind Agenten die das von innen machen. Also, wenn wir genug hoch intelligent sind, dann werden wir beide Methoden anwenden. Offene Angriff bringt nichts; alle werden in ihrer Festung lachen: „ Ha, was willst du damit sagen, deine kleinen Worte!? Wer bist du überhaupt?.. Du bist aus dem anderen Dorf, du gehörst anderen Kloster…was weißt du überhaupt? Gar nichts. Wir wissen genug, wir haben Recht, du bist ein kleiner Bursche!“

Deswegen, ein Sannyasi soll ein guter Stratege sein. Er kommt als Mittellose Bettler, klopft an die Tür der Festung, und, die lassen ihn hinein. „Ah, ein armer Bettler, wir geben ihm was…“. Er geht hinein und beginnt in die Mitte des Marktplatzes zu predigen. Und, er gewinnt, sehr bald. Also, wenn deine Kraft nicht reicht, verwende Buddhy –Yoga, verwende deine Intelligenz- um deine Ziele zu erreichen.

Ihr kennt wahrscheinlich die Geschichte über Chanakya Pandit, wo er süßen Zuckersaft über den Wurzeln der Gräser gegossen hat?! Sein Genosse Chandra Gupta kam zu ihm und fragte ganz entsetzt: „ Swamiji, was machst du da? Warum gießt du Zuckersaft über die Gräser? Chanakya gab ihm Antwort: „Das Grass ist so scharf und verletzt meine Füsse, so will ich etwas dagegen tun. Die Ameisen lieben Zuckersaft, und die werden die Grasswurzeln  auffressen, und das Grass wird vernichtet…und ich habe damit mein Ziel erreicht!“  „ Ah, du bist mein Man!“ sagte Chandra Gupta, „ Lass uns zusammen gehen!“ Und was ist danach passiert? Die zwei sind im frühen zweiten oder dritten Jahrhundert vor Ch. die größte Macht Nordindiens geworden- Geist mit der Kraft verbunden!

Also, wenn Sie die bösen Mächte der Welt bekämpfen wollen, nutzen Sie ihre Intelligenz, sonst, mit der Gewalt wird dieses Spiel für Sie schnell verloren. Die Mehrheit und alle Macht und Gesetze, und das Geld, sind auf die andere Seite. Aber, die Kraft der Prediger ist auf unsere. Natürlich, versucht sich die Andere Seite immer mehr zu bekräftigen, Fernsehen, z. B. ist einäugige Guru geworden. Jeden Abend hält er  Lektionen, und die Menschen saugen jedes Wort welches ausgesprochen wird auf, genauso wie bei vedischen Lektionen. Halten Sie diesen einäugigen Guru auf und finden Sie einen zweiäugigen.

Es ist ja klar; töte nicht! Krishna kann in einem Moment die Dämonen töten, und die Zeit wird alle negativen Tendenzen vernichten. Also, haben wir etwas Geduld und warten wir ab um das Ende der Geschichte zu sehen.

Ich gebe Recht, jeder soll je nach seinem Charakter eigene Entscheidungen treffen. Wenn sich jemand in eine schwierige, gewaltsame Situation befindet, der kann entweder Fäuste oder Füße verwenden. Bist du ein Kshatriya, benutze deine Fäuste! Bist du ein Brahmane, nutze deine Füße- laufe weg! Und das ist kein Problem im Fall eines Brahmans. Aber wenn sich ein Kshatriya so verhält, das ist eine Schande für ihn, er muss kämpfen, er muss seine Fäuste verwenden. Das sind psychologische Hänseleien die Krishna mit Arjuna spielt. Arjuna wollte sich zurück ziehen, nicht war? Er sagte: „Ich will nicht kämpfen, ich will nicht diesen Krieg gewinnen, ich will nicht töten…!“ Und Krishna hat ihn überzeugt. „ Leute werden sagen, du bist ein Feigling, und für einen Kämpfer gibt es keine größere Schande als so genannt zu werden. Und du bist ein großer Held und Kämpfer, ein Stolz der Familie,  der beste Bogenschützer!“ Nach dem hat Arjuna Krishnas Führung akzeptiert.

Trotzdem, ich würde sagen, wir sollen so weit wie es möglich ist, jegliche Gewalt vermeiden. Da rede ich nicht nur vom töten, es ist offensichtlich dass es vermieden werden sollte. Es gibt auch viele versteckte Arten von Gewalt, und dort wo es Gewalt gibt, herrscht kein Gopi- Bhava. In meisten Fällen bedeutet ein Kampf  das eigene Ego zu bekämpfen.

Frage: Gurudev, und wenn das Gute besiegt wird…

Tirtha Maharaj: Nein, sei kühn, mein Devotee geht niemals verloren. Ich bin damit einverstanden; kämpfen für die Wahrheit, dabei aber vernünftig sein! Manchmal ist gut ein Schritt zurück zu gehen, und die Kraft auftanken um weiter zu kommen, also längere Zeit die jetzigen Tendenzen bedenken, und das bringt uns in die Lage die Wahrheit zu erkennen. Und gegen die Tendenzen des heutigen Zeitalters sollen wir unsere Kräfte vereinen, die andere Seite ist sehr mächtig. Jetzige Zeiten sind äußerst ungünstig für spirituelle Praxis, dennoch sollten wir nicht entmutigt sein, wir sollen den Weg finden uns zu festigen. Zuerst sich selber helfen, und dann den anderen.

Wisst ihr, während den Zeiten des Kommunismus in Osteuropa, Yoga Praxis hatte besondere Bedeutung. Mit Hilfe des Yoga erlangten wir ein Verständnis, wie in dieser schwere politische Situation und Unterdruckung, einen Weg zu finden und mit unserer Praxis vorwärts zu kommen,anders gesagt, Menschen erreichen. Was auch immer auf uns zukommt, wir sollten in der Lage sein, hinter allem die Göttliche Anordnung zu sehen, sogar eine degradierte Lage kann uns helfen das Gute zu erkennen. So, bevor du deine Rechnungen begleichen musst, wirst du viele Freundschaften erringen. Deine Notsituation wird zeigen wer der wahre Freund ist. Also, sind die Schwierigkeiten gut für uns? Ja, eigentlich, sehr sogar, ein Paar Illusionen werden weg, und ein Schritt weiter an die Wahrheit…